Köln. Sein Reggae bringt Afrika in Bewegung. In vielen Staaten bleibt seine Musik verboten. Bei Amnesty International steht er auf der Liste der bedrohten Künstler. Power to the People statt blinder Unterwerfung unter Wirtschaftsinteressen – das ist auch Motto von Tiken Jah Fakoly. Sein Herkunftsland: Die Elfenbeinküste.
Tiken Jah Fakoly – Musiker, Staatsfeind, Volksheld - mit seinem Roots-Reggae wurde er zum Sprachrohr der Jugend an der Elfenbeinküste. Tiken Jah wird als Nachfahre eines legendären Stammes-Führers geboren. Durch einen alten Kassettenrecorder lernt er früh den Reggae kennen und gründet mit 20 seine erste Band. Die kritischen Texte über Korruption und Machtmissbrauch in seinem Land treffen Mitte der 90er den Nerv der afrikanischen Kids; machen ihn zu Westafrikas neuem Superstar. Die Tradition seiner Vorfahren als «Griot « führt er auf moderne Weise fort.
1996 schlägt er der Regierung geradewegs ins Gesicht: in seinem Song «Mangercratie» klagt er gegen das sogenannte «demokratische» Regime und auf das Recht eines jeden nach Nahrung. Trotz Zensur hält sich der musikalische Protest monatelang in den Charts. Tiken Jah kennt die Power des Reggae genau.
Konzert-Tipp der Redaktion
27. Summerjam Köln
Tiken Jah Fakoly
Freitag, 06. Juli 2012
22:40 bis 00:00 Uhr
Green Stage
Fühlinger See - Regattainsel
Oranjehofstrasse
50769 Köln (Fühlingen)
Tickets
Hei