Von 20.00 bis 20.05 Uhr sollen in ganz Deutschland die Lichter ausgeschaltet werden. Damit soll der Druck auf die Bundesregierung zur Verbesserung des Klimaschutzes erhöht werden. Zentrale Kundgebungen sind in Berlin und Neurath bei Düsseldorf geplant. Auch in etlichen anderen Ländern wie in Großbritannien, Norwegen und Kanada soll es größere Aktionen geben.
«Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und rufen national und international zu mehr Klimaschutz auf», so die Aktivisten.
Zum Mitmachen aufgerufen sind Privathaushalte, Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts- oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten. Für die Sicherheit notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtung, bleibt eingeschaltet.
Der Kölner Dom soll ebenso dunkel bleiben wie Schloss Neuschwanstein, die Stadt Tübingen etwa will die Beleuchtung an der Neckar-Promenade ausknipsen, andere Gemeinden lassen öffentliche Gebäude oder Parks im Dunkeln.
Mit dieser Aktion ernteten die Verantwortlichen aber auch Kritik: Energieexperten befürchten einen flächendeckenden Stromausfall. Die großen Netzbetreiber machen sich schon Gedanken, wie sie sich auf den plötzlichen Abfall der Stromlast vorbereiten können. «Wir finden eine symbolische Aktion zum Klimaschutz eigentlich toll», sagte Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer von RWE Transportnetz Strom. «Aber wenn zu viele Menschen mitmachen, drohen ernste Gefahren für das gesamte europäische Stromnetz.» Demnach bereiten sich die großen Netzbetreiber RWE und E.on auf den plötzlichen Abfall der Stromlast im Leitungssystem vor.
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