der arabischen Welt mit Sitz in Abu Dhabi auf die Fahnen geschrieben.
«Perspektivisch möchten wir jedes Jahr ein Festival machen», sagte Generalsekretär Ronald Perlwitz. Dabei liege der Fokus insgesamt auf romantischer Musik. «Es muss nicht immer Wagner sein.» Zu den Wagnerianern am Golf gehört unter anderen Zaki Anwar Nusseibeh, ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan. Perlwitz sieht die Wagnerianer im Orient in zweierlei Hinsicht in der Pflicht. «Zum einen geht es darum, das Werk von Wagner auch hier bekanntzumachen. Andererseits möchten wir mit unseren Aktivitäten zugleich junge Künstler unterstützen», sagte der 37 Jahre alte Sprachwissenschaftler, der an einer Außenstelle der Pariser Sorbonne in Abu Dhabi lehrt.
Inzwischen hat der am 4. Februar 2007 gegründete Wagner-Verband am Golf rund 30 Mitglieder, darunter mehrere Emiratis. Eine Affinität der Araber zu Richard Wagner sieht Perlwitz vor allem in der engen Verbindung von Musik und Text begründet. «Seine Musik ist romantisch, da geht es viel um Gefühl. Das ist etwas, das die arabische Seele anspricht», betonte der Wissenschaftler. «Die Vorstellung vom edlen Ritter hat eine junge Frau in Europa nicht mehr, hier ist dieses Bild noch verbreitet. Die Themen Wagners sagen den Leuten noch etwas.» Zugleich würden die Emiratis aber auch moderne Einflüsse aufnehmen.
Tho