Erzbischofs Joachim Meisner gestoßen.
"Der Kardinal wollte dieses Fenster nicht", zitierte der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Montag in seiner Online-Ausgabe einen Vertrauten. Meisner habe sogar versucht, die Realisierung des abstrakten Entwurfs zu verhindern. Darüber sei es zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel gekommen, das für Betrieb und Ausstattung des Doms zuständig ist. Meisner hatte an dem Gottesdienst zur feierlichen Einweihung des abstrakt gestalteten Fensters nicht teilgenommen. Der Grund dafür sei eine lange geplante Polen-Reise gewesen, hieß es dazu aus Kirchenkreisen. Den Angaben zufolge habe der Kardinal sich für figürliche Darstellungen wie zum Beispiel Heilige oder Märtyrer des 20. Jahrhunderts ausgesprochen. Dafür hätten aber keine überzeugenden Entwürfe vorgelegen.
Das Richter-Fenster besteht aus rund 11.200 farbigen Quadraten aus mundgeblasenem Echtantik-Glas. Die Farben wurden mit Hilfe computergesteuerter Verfahren über die Fläche verteilt und danach vom Künstler durch Spiegelungen und Wiederholungen neu rhythmisiert. Die Kosten in Höhe von knapp 400.000 €wurden durch Spenden aufgebracht.
Tho