und bei der Herbsttagung solle das Thema nochmals auf die Tagesordnung, sagte Nagel am Dienstag in Hamburg. "Dabei geht es um die Frage: Haben wir Material genug, um rechtlich gegen Scientology vorgehen zu können?" Es gebe genügend Anhaltspunkte, dass Scientology die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik und die Meinungsfreiheit ablehne. Die Organisation selbst versteht sich als Kirche.
"Ich warne davor, Scientology zu verharmlosen. Scientology ist keine Religionsgemeinschaft", sagte Nagel. Die Lehre habe auch nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern gehe auf das Gedankenkonstrukt eines US-amerikanischen Science-Fiction-Autors zurück. "Das Ziel ist die völlige Unterordnung des Einzelnen unter die Organisation", sagte der Innensenator. Es gebe "gute Gründe, wachsam zu sein".
Zuvor hatte bereits die Scientology-Beauftragte der Hamburger Innenbehörde, Ursula Caberta, ihre Forderung nach einem Verbot bekräftigt. "Scientology ist eine für Mensch und Gesellschaft gefährliche Organisation", sagte sie bei der Vorstellung ihres Buches "Schwarzbuch Scientology". Deshalb habe der Staat die Verpflichtung, "tätig zu werden". In einer Reaktion warf Scientology Caberta vor, die Organisation zu diffamieren.
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