Roger Buergel verteidigt documenta-Konzept gegen Kritik
documenta- Macher Roger Buergel hat seine Ausstellung gegen die Kritik verteidigt, beliebig zu sein und nicht die namhaftesten Künstler der Welt
versammelt zu haben.
«Ich habe versucht, eine Ausstellung zu machen, die den Kern der Zeit trifft», sagte Buergel einen Tag nach der Eröffnung der documenta 12 am Sonntag. Deshalb habe er sehr viele Künstler aus Südamerika, Afrika und Asien eingeladen. "Es gibt dort eine Menge regionale Mächte, mit denen wir viel zu tun haben, mit denen wir noch mehr zu tun haben werden und von deren Kultur wir keine Ahnung haben. Deshalb geht es bei der documenta um komplexe Zusammenhänge." Buergel zeigte sich zufrieden mit dem Start der weltweit wichtigsten Ausstellung moderner Kunst.
"Wir haben wirklich keinen Grund, unglücklich zu sein", sagte er. Allerdings räumte er ein, "dass ich bislang noch nicht viel Zeit zum Nachdenken hatte". Der 44-Jährige hatte am Samstag mit Bundespräsident Horst Köhler die Ausstellung, bei der 113 Künstler mehr als 500 Werke zeigen, eröffnet. Unmittelbar nach dem Staatsoberhaupt als symbolischem ersten Gast wurden am ersten Wochenende Tausende Besucher in den fünf Ausstellungshallen gezählt. [Ver]


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