22 Teilnehmern im Wettbewerb um die Goldene Palme.
Sein Film, in dem unter anderem Hanna Schygulla mitspielt, ist der zweite Teil seiner "Liebe, Tod und Teufel"-Trilogie.
Zwei Jahre nach
Wim Wenders Don't Come Knocking ist wieder ein deutscher Film im Wettbewerb um die Goldene Palme des Internationalen Filmfestivals in Cannes. Bei der 60. Ausgabe des Festivals läuft der neue Film von Berlinale-Gewinner
Fatih Akin, «Auf der anderen Seite», in der Konkurrenz, wie die Veranstalter am Donnerstag in Paris mitteilten. Insgesamt 22 Filme sind in diesem Jahr im Wettbewerb.
Zur Jury gehört auch der türkische Schriftsteller
Orhan Pamuk. Ins Rennen um die Auszeichnungen gehen erneut diverse prominente Filmemacher wie
Wong Kar-Wai mit dem Eröffnungsfilm «My Blueberry Nights»,
Quentin Tarantino mit «Death Proof», Joel und Ethan Coen mit «No Country for Old Men»,
David Fincher mit «Zodiac», Kim Ki-duk mit «Breath» und
Emir Kusturica mit «Promise Me This». Ebenfalls im Wettbewerb sind
Gus van Sant mit «Paranoid Park»,
Julian Schnabel mit «Le Scaphandre et le Papillon» sowie
Alexander Sokurow mit «Alexandra». In der Konkurrenz läuft auch die ungarisch-französisch-deutsche Koproduktion «The Man from London» von
Béla Tarr sowie der Film «Import Export» des Österreichers Ulrich Seidl. Das Festival findet vom 16. bis 27. Mai statt. Akin sagte, «Auf der anderen Seite« setze sich in verschiedenen Facetten damit auseinander, was bleibe, wenn Menschen sich unwiderruflich trennen müssten. Es ehre ihn sehr, dass sein Film in Cannes uraufgeführt werde und er freue sich riesig über die Nominierung für den Wettbewerb. »Ich bin erst mal da angekommen, wo ich hinwollte. Mal sehen, wohin die Reise noch geht», sagte der 33-jährige deutsch-türkische Regisseur. Sein Film erzählt die Geschichte von sechs Menschen, deren Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. Charlotte Staub (Patrycia Ziolkowska) ist eine verwöhnte Studentin und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Zum Entsetzen ihrer Mutter Susanne
(Hanna Schygulla) verliebt sie sich in die politische Aktivistin Ayten Öztürk (Nurgül Yesilcay), die sich illegal in Deutschland aufhält. Nejat Aksu (Baki Davrak), Germanistik-Professor mit türkischen Wurzeln, hat mit der Welt seines Vaters Ali (Tuncel Kurtiz) nur noch wenig gemein. Sein Leben gerät durcheinander, als er Yeter (Nursel Köse) trifft, die Lebensgefährtin seines Vaters. Sie prostituiert sich in Deutschland, um ihrer Tochter in Istanbul ein Studium zu finanzieren. Gedreht wurde in Hamburg, Bremen, Lübeck sowie in Istanbul und am Schwarzen Meer. Die Produktion Akins, für die er auch das Buch schrieb, wird nach Angaben der zuständigen Agentur im Herbst in die deutschen Kinos kommen. Der Regisseur war 2005 Jury-Mitglied in Cannes. Sein Drama
Gegen die Wand wurde
2004 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr war Deutschland im Wettbewerb von Cannes nur mit zwei Koproduktionen vertreten gewesen. Als «Special Presentation» ist die deutsch-französisch-kasachische Koproduktion «Ulzhan» von
Volker Schlöndorff zu sehen. In der Sektion «Un Certain Regard» feiert
Robert Thalheims («Netto») zweiter Spielfilm «Am Ende kommen Touristen» seine Weltpremiere. In der Wettbewerbs-Jury sitzen neben Pamuk auch Regisseur
Stephen Frears, der Präsident ist, sowie die Schauspieler Maggie Cheung,
Toni Collette,
Maria de Medeiros,
Sarah Polley,
Michel Piccoli sowie die Regisseure Marco Bellocchio und Abderrahmane Sissako. Der bislang letzte deutsche Gewinner der
Goldene Palme war 1984 Regisseur Wenders mit
Paris Texas.
Tho