den "King of Rock n Roll". Sie dokumentieren die Ausstrahlung amerikanischer Popkultur auf Deutschland.
Zu den prominenten Leihgebern zählen beispielsweise Peter Kraus und Ted Herold. Viele Ausstellungsstücke stammen aber auch aus den Sammlungen des Hauses der Geschichte. Hierzu gehört beispielsweise der Seesack, mit dem Elvis Presley 1958 in Bremerhaven von Bord ging, um seinen Wehrdienst in Deutschland anzutreten, sowie Teile der Originaleinrichtung des Friseursalons in den Friedberger "Ray Barracks", in dem Presley sich die Haare schneiden ließ. Daneben sind Kostüme, Plakate, Schallplatten und vieles mehr zu sehen.
Anlass für die Ausstellung "Elvis in Deutschland" ist der 70. Geburtstag des Musikers am 8. Januar 2005.
Mit der Verbindung von "weißer" Country and Western Music und "schwarzem" Rhythm n Blues schuf Presley einen eigenen Stil, den Rock n Roll. Bereits wenige Jahre nach seiner ersten Plattenveröffentlichung 1953 erreicht er ein internationales Massenpublikum. Vor allem den Jugendlichen in West und Ost vermittelt er ein neues Lebensgefühl. Mit seiner markanten Frisur, seinen extravaganten Kostümen und seinen lasziven Gesten verkörpert er den Bruch mit bürgerlichen Vorstellungen. Obwohl er selbst keine politischen Stellungnahmen abgibt, repräsentiert er wie Filmstar James Dean den Typ des jugendlichen Rebellen.
Auch in Deutschland ist Elvis in den fünfziger Jahren eine Person des öffentlichen Interesses. Hunderte von Fans erwarten ihr Idol bei der Ankunft in Bremerhaven, als der Musiker 1958 seinen Wehrdienst in Deutschland antritt. Die Jugendzeitschrift "Bravo" widmet dem "King" eine 13-teilige Serie, obwohl er in Deutschland nicht live auftritt. Seine Fans belagern Abend für Abend sein Haus in Bad Nauheim, wo Presley und seine Familie mit Erlaubnis des US-Militärs wohnen dürfen.
Argwöhnisch beobachten DDR-Funktionäre diese Form "amerikanischer Kulturbarbarei". Walter Ulbricht polemisiert 1959 in Bitterfeld gegen die "ekstatischen Gesänge eine Presley" und ist sich mit dieser Verurteilung des Beifalls der älteren Generation in Ost und West sicher. In West-Deutschland steigen Peter Kraus und Ted Herold zu deutschen Rock n Roll-Idolen mit eigenen Fanclubs auf. Während Ted Herold als harter Rock n Roller vermarktet wird, singt und tanzt Peter Kraus für ein Massenpublikum.
Tho