Technikfreak, der seinen Job mit den ausgeklügelsten Überwachungssystemen erfüllt.
Sein neues Zielobjekt ist der Sohn eines hochrangigen Mitarbeiters. Als der Profi eines Abends besagten Mann beim leidenschaftlichen Liebesspiel mit dessen Verlobten beobachtet, geschieht etwas Unfassbares. Die brünette Schönheit zieht ein Messer und ermordet ihren Liebhaber mit zahlreichen Stichen. Zunächst erschrocken und angewidert, verfolgt "Das Auge" die geheimnisvolle Killerin mit zunehmendem Interesse. Wer ist diese Frau, die in einem Moment kaltblütig tötet und im nächsten Augenblick weinend zusammenbricht?
Der Beobachtungsexperte ist der attraktiven Heiratsschwindlerin Joanna Eris auf die Spur gekommen, die ihre männlichen Opfer über kurz oder lang brutal ins Jenseits befördert. Unabhängig von seinem Auftrag folgt "Das Auge" dieser Frau von Kontinent zu Kontinent, von Mord zu Mord. Aus dem Beobachter wird mehr und mehr ein Beschützer, der die Gejagte sogar vor dem Zugriff der Polizei warnt. Doch als Joanna merkt, dass sie einen stetigen Verfolger besitzt, verschwindet sie plötzlich spurlos ...
Mit der deutschen Fernsehpremiere "Das Auge - Eye of the Beholder" präsentiert das Montagskino einen Mystery-Suspense-Thriller in wahrer Hitchcock-Manier. Erzählt wird hier die Geschichte einer ebenso gefährlichen wie symbiotischen Beziehung zwischen einem Beschattungsprofi und einer rätselhaften Killerin. Regisseur Stephan Elliott schafft mit seiner modernen Adaption von Marc Behms Romanvorlage nicht nur 100 Minuten spannende Thriller-Unterhaltung, sondern ihm gelingt eine atemberaubende, visuell beeindruckende Verfolgungsjagd quer durch die Kontinente. Brit-Star Ewan McGregor ("Moulin Rouge") und Hollywood-Heroine Ashley Judd ("Denn zum Küssen sind sie da") spielen das ungleiche Paar in einer ungewöhnlichen Krimiballade über Liebe und Tod, Einsamkeit und Besessenheit.
"Das Auge - Eye of the Beholder" basiert auf einem Roman von Marc Behm, der 1983 bereits von dem Franzosen Claude Miller mit großer Besetzung verfilmt wurde. Isabelle Adjani spielte damals die geheimnisvolle Mörderin, Michel Serrault war "Das Auge". In seiner Neuverfilmung von 1999 gab der Australier Stephan Elliott dieser Geschichte eine etwas andere Ausrichtung: Mit der Besetzung des wesentlich jüngeren Ewan McGregor hob er den Altersunterschied zwischen dem Beobachter und seinem Objekt der Begierde auf, verwandelte die Story einer Tochtersuche in eine eigenwillige Liebesgeschichte zwischen zwei verwandten Seelen.
Mit dem britischen Charaktermimen Ewan McGregor und der Amerikanerin Ashley Judd fand Regisseur Elliott ("Priscilla, Königin der Wüste") eine kongeniale Besetzung für sein kurioses Liebespaar. Der Kultfilm "Trainspotting" machte den jungen Schotten über Nacht bekannt. In den folgenden Jahren konnte er mit Rollen in so unterschiedlichen Filmen wie "Brassed Off", "Velvet Goldmine" oder "Lebe lieber ungewöhnlich" punkten. Letztere Produktion ließ ihn an der Seite von Cameron Diaz auch in den USA bekannt werden, was ihm schließlich die Rolle des jungen Sternenkriegers Obi-Wan Kenobi in George Lucas' neuer "Star Wars" Trilogie einbrachte.
Im Sommer 2005 wird Ewan McGregor mit diesem Heldenpart zum dritten Mal ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt begeistern. Zuvor kann man ihn in den deutschen Kinos jedoch in einer ganz anderen Rolle sehen. In dem düsteren Erotikthriller "Young Adam" flieht er vor einer blutigen Schuld auf einen Lastkahn und verführt hier Schiffersgattin Tilda Swinton.
Dunkle Seiten darf auch die kalifornische Schönheit Ashley Judd in ihren Filmen präsentieren, zuletzt in dem Cop-Thriller "Twisted". An der Seite von Andy Garcia und Samuel L. Jackson spielte sie hier eine taffe Polizistin, deren Liebhaber auf mysteriöse Weise zu Tode kommen. 2001 wurde die selbstbewusste Brünette vom "People Magazin" zu den 50 schönsten Menschen der Welt gezählt, was die Hollywood-Bosse zum Glück nicht davon abhielt, ihren Star in Filmen wie ""Denn zum Küssen sind sie da", "Doppelmord" oder "High Crimes" regelmäßig als hartnäckige und durchsetzungsfähige Kämpferin zu präsentieren. Mit einer ganz anderen Rolle konnte sie jedoch dieses Jahr das Publikum des Filmfestivals in Cannes bezaubern: Als kapriziöse Gattin der Musik-Legende Cole Porter stellte sie in dem Musical "De-Lovely" nicht nur ihre Schauspiel- sondern auch Gesangskünste unter Beweis. Eingeweihte dürfte dies nicht weiter verwundern, denn Ashley ist mit den US-Country-Stars "The Judds" eng verwandt.
Tho