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James Bond 007 - Casino Royale
Daniel Craig spielt in «Casino Royale» die Hauptrolle als «007» James Bond, dem besten, verführerischsten und tödlichsten Agenten im Geheimdienst
ihrer Majestät. Basierend auf dem ersten Bond-Roman von Ian Fleming, erzählt die bis dato noch nie verfilmte Geschichte den Werdegang des berühmtesten Geheimagenten der Welt.

James Bond 007 - Casino Royale
James Bonds erste «007» -Mission führt ihn zu Le Chiffre, dem Bankier weltweit operierender Terroristen. Um ihn zu stoppen und das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond Le Chiffre bei einem Pokerspiel im Casino Royale besiegen. Ein Spiel, bei dem es um hohe Einsätze geht.
Bond ist anfangs verärgert, dass eine schöne Beamtin des britischen Schatzamtes, Vesper Lynd, damit beauftragt wird, ihm seinen Einsatz für das Spiel auszuhändigen und das Geld der Regierung zu bewachen. Doch nachdem Bond und Vesper gemeinsam eine Serie tödlicher Anschläge von Le Chiffre und seinen Handlangern überlebt haben, entwickelt sich zwischen den beiden eine gegenseitige Anziehungskraft, die sie in noch größere Gefahr bringt und Bonds Leben für immer prägen wird …
Unter der Regie von Martin Campbell ("James Bond 007: Goldeneye") und basierend auf einem Drehbuch von Neal Purvis, Robert Wade und Oscar-Preisträger Paul Haggis ("L.A. Crash", Million Dollar Baby) gibt Daniel Craig ("München", "Road to Perdition") in CASINO ROYALE sein Debüt als James Bond. An seiner Seite agieren Eva Green ("Königreich der Himmel", "Die Träumer"), Mads Mikkelsen ("King Arthur", "Adams Äpfel (Am 12.12. im VHS Filmforum Borken)"), Jeffrey Wright ("Syriana") und – zum fünften Mal in Folge – Oscar-Preisträgerin Judi Dench ("Shakespeare in Love", "Chocolat") als "M". Produziert von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli, ist CASINO ROYALE das 21. James-Bond-Abenteuer in der erfolgreichen Kinoserie.

James Bond 007 - Casino Royale
«Casino Royale» von 1952 ist der erste von 19 Bond-Romanen aus der Feder von Ian Fleming, und die Verfilmung von Martin Campbell ist ein mutiger Neustart: ein blutiger Befreiungsschlag für eine Serie aus den Tagen des Kalten Krieges, die seit Jahren zwischen Action-Zirkus und Selbstparodie einer ungewissen Zukunft entgegentaumelt – das aber immerhin mit zuletzt erstaunlichem Publikumserfolg.
Die Bond-Verantwortlichen haben gebastelt, und dieser Mut ist zu begrüßen: Mit dem Brosnan-Abenteuer, «Stirb an einem anderen Tag» war die Serie 2002 in einer Sackgasse gelandet, mit blöden Sprüchen und noch blöderen Gimmicks. «Casino Royale» ist in jeder Hinsicht entschlackt: möglichst wenig technische Spielereien und dafür viel Handarbeit; weniger Weltverschwörungsszenarien, weniger Frauen, die wie Sex-Bimbos behandelt werden; keine selbstverliebten Querverweise und keine albernen Pointen.

James Bond 007 - Casino Royale
Er beginnt schroff und knallhart, der neue Bond. Der grimmige Prolog, in Schwarz-Weiß, spielt in Prag. Ein düster wirkender Bond macht darin klar, warum er die Lizenz zum Töten erhalten hat. Ob der Wodka-Martini gerührt oder geschüttelt sein soll, ist Commander Bond völlig schnuppe. Er stürzt ohnehin lieber einen doppelten Whisky auf ex runter. Anzüge trägt er mit der Verachtung des proletarischen Aufsteigers, sein erster Smoking steht ihm wie eine Ritterrüstung. Und dass er die Fliege an seinem Hals für Firlefanz hält, ist nicht zu übersehen. Craig gibt den Bond weder als Playboy noch als smarten Gentleman wie seine Vorgänger. Er spielt ihn mit starker körperlicher Präsenz, viele Facetten britischer Männlichkeit andeutend.
Daniel Craig, im Vorhinein stark kritisiert und kontrovers diskutiert, macht seine Sache überraschend gut. Gewiss, gewöhnungsbedürftig ist erst einmal jeder neue Bond-Akteur, doch hat Craig weder das Farblose von Timothy Dalton, noch das Glatte von Pierce Brosnan. Töten bereitet dem neuen Bond keine Probleme: Sonst wäre ich ja nicht gut in meinem Job, sagt Craigs 007. Damit nähert er sich einer Beschreibung des Bond-Autors Ian Fleming an, der seinen Helden als undurchdringlich, ironisch, brutal und kalt beschrieben hat. Und die Welt, in der er sich bewegt, ist näher an der Wirklichkeit als frühere Entwürfe. Vorbei die Zeit der technischen Spielereien (kein Q weit und breit), dieser Bond fährt ein Auto, das man auch sehen kann.
Anders als ihre Vorgängerinnen im Amt des Bond-Girls ist die attraktive Fiskusbeauftragte mehr als nur Kampf- und Bettgefährtin. Sie wird dem Top-Spion das Herz kräftig zerwühlen und ihm aufrichtige Liebesgeständnisse entlocken. Soviel Melodramatik wirkt in dieser erfolgreichsten Männerfantasie der Filmgeschichte zunächst etwas ungewohnt. Aber Daniel Craig meistert die Aufgabe, zugleich der härteste als auch der verletzbarste Bond zu sein, hervorragend.

James Bond 007 - Casino Royale
Andererseits gibt es auch einen inhaltlichen, von 007-Autor Ian Fleming verfassten Grund: «Casino Royale” ist der erste Bond-Roman. In ihm erklärte Fleming 1953, wie der Agent 07 seine zweite «Null” erhält, die viel beschworene Lizenz zum Töten. Das Buch beschreibt darüber hinaus akribisch einige Foltermethoden, mit denen Le Chiffre dem Agenten zu Leibe rückt. Campbell hat sie äußerst hautnah umgesetzt. «Sex, Blut und Donnerschläge” verlangte der legendäre Produzent Albert R. Broccoli von der Reihe. Barbara Broccoli setzt das Credo des Vaters schnörkellos in die Tat um.
Nach all den Jahren mit diversen Bonds erscheint der Rückgriff in James‘ Jugend- und Flegeljahre gewöhnungsbedürftig. Doch die Zeitenwende, die Craigs Debüt einläutet, wird durch den inhaltlichen Neustart zum Beginn einer anderen Ära.
Fazit:
Casino Royale ist wie sein Auto der Mittelklasse einzuordnen. Mit einigen Abstrichen und nach besagter Eingewöhnungsphase, aber ein gelungener Einstand in die neue Bond-Ära für Daniel Graig.
USA / Großbritannien 2005
Regie: Martin Campbell
Mit: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Caterina Murino, Judi Dench, Jeffrey Wright, Giancarlo Giannini, Ivana Milicevic, Clemens Schick, Jürgen Tarrach
FSK: ab 12
Länge: 145 min.
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