Bei einer Rede zum 25- jährigen Bestehen des Deutschen Kulturrates bekräftigte Lammert am 20. September 2006 in Berlin seine Forderung nach einer Leitkultur als "normative Grundlage unseres Staates". Neumann will sich dafür einsetzen, dass die Kultur als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wird, da Deutschland eine Kulturnation sei. Der 1981 gegründete Deutsche Kulturrat vertritt die Interessen aller kulturellen Verbände im Land.
Dies würde auch die von ihm weiter verfolgte Fusion der Bundeskulturstiftung mit der Kulturstiftung der Länder dokumentieren. Darüber habe er die Gespräche mit den Ländern wieder aufgenommen, aber "eine Fusion um jeden Preis will ich nicht", betonte der Staatsminister. Neumann will sich auch für eine Europäische Kultur- Charta einsetzen. Für ihn sei Kultur "das, was den Mensch erst zum Menschen macht". Daher sei Kulturförderung auch keine Subvention. Neumann warnte auch vor dem Verkauf von Museumsbeständen in Deutschland. Er betrachte es mit großer Sorge, wenn öffentliche Sammlungen "aus kurzsichtigen finanziellen Erwägungen" dazu angehalten werden, Kunstwerke aus dem ihnen anvertrauten Kulturerbe zu verkaufen. Auch in Zeiten knapper Kassen und harter Sparvorgaben für die öffentliche Hand dürften Museumsbestände "nicht zum Opfer kurzsichtiger Haushaltspolitik werden".
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