Der Superstar erhielt lediglich für sein Engagement in «Syriana» einen Oscar - als «Bester Nebendarsteller».
Völlig überraschend wurde heute «L.A. Crash» von Paul Haggis mit dem Oscar als «Bester Film» des Filmjahres 2005 ausgezeichnet.
Er setzte sich bei der Preisverleihung in Los Angeles überraschend gegen den Favoriten
Brokeback Mountain durch. Der einzige deutsche Film im Rennen,
Sophie Scholl - die letzten Tage, ging leer aus.
Der Top-Favorit «Brokeback Mountain» konnte die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Insgesamt gab es nur drei der acht möglichen Oscars: Neben dem Regiepreis bekam der Western noch Auszeichnungen für das beste Drehbuch nach einer literarischen Vorlage und für die beste Filmmusik. «L.A. Crash» holte den Oscar als bester Film, bestes Original-Drehbuch - Paul Haggis und Bobby Moresco, und bester Schnitt.
Als beste Schauspieler profilierten sich
Philip Seymour Hoffman und
Reese Witherspoon mit biografischen Filmen. Der 38-jährige Hoffman wurde für seine Darstellung des exzentrischen US-Schriftstellers Truman Capote ausgezeichnet. Der Film "Capote" beschreibt die kurze, aber entscheidende Phase im Leben des Autors, in der sein Roman "Kaltblütig" entstand. Witherspoon erhielt die goldene Statue für ihre Hauptrolle in dem Film "Walk the Line" über das Leben des Musikers
Johnny Cash, dessen Ehefrau die 29-Jährige verkörpert. Für beide Oscar-Gewinner war es die erste Nominierung, sie hatten aber bereits bei den
Golden Globes triumphiert.
Die deutschen Filmemacher durften sich in der Oscar-Nacht nur über ihre Nominierungen freuen, denn die Oscars räumten andere ab. Regisseur
Marc Rothemund musste sich mit seinem Film über die Widerstandskämpferin Sophie Scholl in der Kategorie bester Auslandsfilm dem südafrikanischen Streifen "Tsotsi" geschlagen geben. Die Hamburger Filmemacherin
Ulrike Grote hat mit "Ausreißer" bereits einen Studenten-Oscar gewonnen. Doch bei der Oscar-Gala gewann in der Sparte Kurzfilm der britische Film "Six Shooter" von Martin McDonagh.
Robert Altman wurde für sein Lebenswerk mit einem Oscar geehrt. Die rund 3 500 Ehrengäste im Kodak Theater spendeten stehend Beifall für den Macher von Filmen wie «MASH» und
Short Cuts. Altman (81) war in seiner Karriere fünf Mal als Regisseur für einen Oscar nominiert, hat aber nie einen gewonnen.
Bei der Oscar-Gala in Hollywood wurde zudem die britische Produktion
Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen als bester Animationsfilm ausgezeichnet.
Die Reise der Pinguine erhielt einen Oscar in der Sparte Dokumentarfilm. Den besten Filmsong lieferte der Rapper-Film «Hustle & Flow» mit dem Hip-Hop-Lied «Its Hard Out Here For A Pimp» ab.
Die Oscars gingen an ...
Bester Film: "L.A. Crash"
- Bester fremdsprachiger Film: "Tsotsi" (Südafrika)
- Bester Animationsfilm: "Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen"
- Beste Darstellerin (Hauptrolle): Reese Witherspoon in "Walk the Line"
- Bester Darsteller (Hauptrolle): Philip Seymour Hoffman in "Capote"
- Beste Darstellerin (Nebenrolle):
Rachel Weisz in "Der ewige Gärtner"
- Bester Darsteller (Nebenrolle): George Clooney in "Syriana"
- Beste Regie: Ang Lee für "Brokeback Mountain"
- Bestes Original-Drehbuch: Paul Haggis und Bobby Moresco für "L.A. Crash"
- Bestes adaptiertes Drehbuch: Larry McMurtry und Diana Ossana für "Brokeback Mountain"
- Beste Kamera: "Die Geisha"
- Bester Schnitt: "L.A. Crash"
- Bester Ton: "King Kong"
- Beste Toneffekte: "King Kong"
- Beste Filmmusik: "Brokeback Mountain"
- Bester Filmsong: "Its Hard Out Here for a Pimp" aus "Hustle & Flow"
- Beste Kostüme: "Die Geisha"
- Beste Maske:
Die Chroniken von Narnia
- Beste Ausstattung: "Die Geisha"
- Beste Spezial-Effekte:
King Kong
- Bester Dokumentarfilm: "Die Reise der Pinguine"
- Bester kurzer Dokumentarfilm: "A Note of Triumph: The Golden Age of Norman Corwin"
- Bester kurzer Trickfilm: "The Moon and the Son: An Imagined Conversation"
- Bester kurzer Realfilm: "Six Shooter"
- Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Robert Altman (Regisseur/Autor)
Tho