Marl. Die Schauspielerin Hannelore Hoger erhält in diesem Jahr die «Besondere Ehrung» bei der Grimme-Preis-Verleihung Mitte März. In der Begründung des Grimme-Institutes heißt es, Hoger (die u.a. in nun 30 Folgen die Kommissarin Bella Block verkörpert) bereichere das Fernsehen mit einer beeindruckenden Bandbreite an Figuren und Interpretationen.
Das Grimme-Institut gab außerdem die Nominierungen für die Grimme-Preise bekannt. In der Kategorie Unterhaltung wurde das Schauspielerteam Jan Josef Liefers und Axel Prahl für ihre "Tatort"-Folgen aus Münster ausgewählt. In der Kategorie Information und Kultur ist die zweiteilige ARD-Dokumentation "Hitlers Polizei" nominiert.
Stefan Raab, Anke Engelke und Judith Rakers können sich Hoffnungen auf einen Grimme-Preis machen. Sie sind für ihren "Opening Act" und die Gesamtpräsentation der auch international hochgelobten Final-Sendung des Eurovision Song Contest 2011 nominiert. Weiter gehen unter anderem auch die Macher von "neoParadise" (ZDFneo/ZDF), "Danni Lowinski" (Sat.1), "Let's Dance" (RTL), "Homevideo" (ARTE/NDR/BR) und "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" (rbb/NDR) ins Endrennen um eine Auszeichnung.
Im Wettbewerbsbereich "Information & Kultur" gehen 20 Einzelsendungen und Mehrteiler ins Rennen um einen Grimme-Preis. Dazu gehört die Dokumentation "Auf der Suche nach Peter Hartz" (ARD/SWR/WDR), die den ehemaligen Spitzenmanager von VW und Arbeitsmarkt-Reformer unter der Regierung Schröder beobachtet. "Alarm am Hauptbahnhof - Auf den Straßen von Stuttgart 21" zeichnet eine persönliche Chronik der Protestbewegung zwischen 2010 und 2011. Der Film "45 Min. - Schmutzige Schokolade" (NDR) zeigt, wie erschreckend groß der Anteil von Kinderarbeit bei der Kakao-Ernte in Afrika ist. Im Bereich "Serien/Mehrteiler" sind "Sportclub History" (NDR), "Der Marker" (ZDFkultur/ZDF) sowie "Hitlers Polizei" (ARD/rbb/WDR) nominiert.
Unter den 23 Produktionen im Wettbewerbskontigent "Fiktion" findet sich unter anderem der Film "Homevideo" (ARTE/NDR/BR), der eindringlich die fatalen Folgen behandelt, die ein in den Internat-Umlauf gestelltes kompromittierendes Privatvideo eines Schülers hervorruft. Auch der "Polizeiruf 110: Cassandras Warnung" (ARD/BR) – hier muss der neue Münchner Kommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) gegen einen Kollegen ermitteln -, ist für einen Grimme-Preis nominiert. Die Nominierungskommission hat ebenfalls die Serie "Ion Tichy" (ZDFneo/ZDF) und den Mehrteiler "Verschollen am Kap" (ZDF) für eine Auszeichnung vorgeschlagen.
Die Gewinner des Grimme-Preises stehen fest. Sieben der zwölf Auszeichnungen gehen in diesem Jahr an die ARD. In der Kategorie «Fiktion» wird der Film «Homevideo» ausgezeichnet, der sich mit den Folgen von Mobbing im Internet beschäftigt.
In der Unterkategorie "Spezial", die spezielle persönliche Leistungen bedenkt, sind drei Auszeichnungen möglich: Einmal für das Ermittlerduo Anneke Kim Sarnau und Charlie Hübner ("Polizeiruf 110", ARD/NDR), dann für Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold wegen der Film-Besonderheit "Dreileben" (ARD/BR/Degeto/WDR) sowie Burkhard Althoff und Milena Bonse ("Wer rettet Dinah Foxx?", ZDF).
Die Jurys, welche über die endgültige Vergabe der 48. Grimme-Preise 2012 entscheiden, tagen ab Ende Januar im Grimme-Institut. Die Grimme-Preise werden Ende März in Marl vergeben.
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