Bochum. Am kommenden Wochenende beginnt die Ruhrtriennale, das Kulturfestival im Ruhrgebiet in den ehemaligen Hallen der Schwerindustrie. Buddhismus lautet das Thema der diesjährigen Ruhrtriennale. In alten Industriedenkmälern forschen internationale Künstler nach Urmomenten des Religösen. Intendant Willy Decker setzt damit - nach Judentum und Islam im letzten Jahr - wieder auf große Menschheitsfragen.
Es ist seine letzte Ruhrtriennale als Festivalchef.
Bereits am letzten Sonntag, gab es eine Matinee zur Einführung in das Schwerpunktthema "Buddhismus". Vor der Premiere der Wagner-Oper "Tristan und Isolde" lädt Willy Decker am 26. August zusammen mit Regisseur Luk Perceval,dem Leiter des Kunstmuseum Bochum, Hans Günter Golinski, und dem Religionswissenschaftler Michael von Brück mit Suche nach dem Jetzt zu einer Gesprächsrunde über schöpferische Prozesse, Inspiration und Kreation. Im Anschluss werden im Foyer der Jahrhunderthalle elf Kalligraphien des Zen-Meisters Sasaki Gensô Rôshi entrollt.
Die Vorbereitungen für die 130 Veranstaltungen unter der letztmaligen Intendanz Deckers laufen auf Hochtouren. Einen Tag nach der Premiere von Tristan und Isolde lesen André Jung und Irene Kugler am Sonntag, 28. August in "Die Kunst des letzten Augenblicks" aus Gedichten japanischer Zen-Meister und Lyrikder europäischen Gegenwart, die sich mit dem Tod und seiner Bedeutung für das Leben beschäftigt.
2009 begann Deckers dreijährige Intendanz der Ruhrtriennale, obwohl er von sich immer behauptet hatte, kein solches Amt übernehmen zu wollen. Die drei Spielzeiten an der Ruhr hat er unter das Leitthema von drei Weltreligionen gesetzt, Judentum, Islam und Buddhimus.
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