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| Literatur | Berlin, Wuppertal
Herta Müller will «Museum des Exils»
Berlin, Wuppertal. Die Schriftstellerin Herta Müller hat vorgeschlagen, in Deutschland ein «Museum des Exils» einzurichten. In einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel schreibt Müller, zwar gebe es viele unterschiedliche Zweige der Exilforschung. Doch fehle ein Zentrum, das die Erfahrung des Exils als Teil der deutschen Geschichte anschaulich zeige.

[Foto: Thomas Neutzler]
Zehn Jahre nach Günter Grass ging der Literatur- Nobelpreis 2009 wieder nach Deutschland: Herta Müller zeichne mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit, erklärte die Akademie.
Nach den Vorstellungen von Herta Müller soll das «Museum des Exils» sowohl an Schriftsteller erinnern, die während des Nationalsozialismus ins Exil gingen, als auch an DDR-Autoren, die ihr Land verlassen mussten. Müllers Brief steht in Zusammenhang mit einer Initiative des Schriftstellerverbands PEN und der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft. Sie fordern ebenfalls ein «Dokumentationszentrum für verfolgte Künstler».
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