101 Ländern erwartet. Allein zu Korea sind etwa 500 Veranstaltungen geplant.
Die Besucherzahl von 270.000 aus dem Jahr 2004 soll wieder erreicht werden. Die
Buchmesse gilt auch als Bewährungsprobe für Juergen Boos (44). Seit April ist der Direktor der größten Bücherschau der Welt. Und bis zum vergangenen Wochenende schien es gar, als könne die Messe ohne die sonst üblichen Personalquerelen starten. Aber dieser Wunsch wurde durch den verkündeten vorzeitigen Rücktritt von
Dieter Schormann als Vorsteher des Börsenvereins zunichte gemacht. Der Börsenverein ist Träger der Buchmesse.
Autorin wie
Joanne K. Rowling hat es nicht nötig, auf der Frankfurter Buchmesse für den sich gigantisch verkaufenden neuen Harry Potter -Band zu werben. Bei so manchen Schriftsteller sieht das schon anders aus. Angekündigt sind Ken Follett, der britische Kult-Autor
Nick Hornby oder
Asterix-Erfinder
Albert Uderzo. Und die Mode- und Film-Ikone
Isabella Rossellini wird ein Buch zum 100. Geburtstag ihres Vaters, des Regisseurs
Roberto Rossellini, vorstellen.
Harold Pinter (75), der gerade gekürte Literatur- Nobelpreisträger, wird allerdings nicht nach Frankfurt kommen.
Die
Frankfurter Buchmesse hat eine mehr als 500-jährige Tradition. Eine Buchmesse in Frankfurt gab es schon in der frühen Neuzeit, als Johannes Gutenberg in Mainz, nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt, den Buchdruck revolutionierte und sie ihn verbreiten half. In Korea war ein Buchdruck schon davor erfunden, blieb aber ohne eine solche Messe unbedeutender. Das dokumentiert eine Ausstellung auf der Buchmesse 2005.
Bis in die Zeit des späten 17. Jahrhunderts blieb Frankfurt am Main die zentrale Buchmesse-Stadt Europas. Als Folge politischer und kultureller Umwälzungen ging in der Zeit der Aufklärung diese Rolle auf Leipzig über, wo sich eine Nachfolgemesse, die Leipziger Buchmesse, etablierte. Erst zwei Jahrhunderte später lebte die Buchmesse in Frankfurt wieder auf: 205 deutsche Aussteller versammelten sich vom 18. bis 23. September 1949 in der Frankfurter Paulskirche zur ersten Buchmesse der Nachkriegszeit.
Funktion der Messe
Die Buchmesse dient als Fachmesse in erster Linie Verlegern, Agenten, Buchhändlern, Bibliothekaren, Wissenschaftlern, Illustratoren, Dienstleistern, Filmproduzenten, Übersetzern, Druckern, Verbänden, Künstlern, Autoren, Antiquaren, Software- und Multimedia-Anbietern zur Vorstellung ihres Angebots und dem Abschluss von Geschäften. Sie ist erst in zweiter Linie eine Publikumsmesse, das an zwei Tagen zugelassen ist. Im Jahr 2004 berichteten mehr als 12.000 Journalisten aus 92 Ländern von der Buchmesse. Erstmals gab es das Forum Film, um noch mehr Rechte in die Richtung zu vermitteln. Vortragsveranstaltungen fanden unter anderem über Hörbücher und das Moderne Antiquariat, auch im Übersetzer- und Bibliothekars-Zentrum statt. Ab 2005 ist die erste Frankfurter Antiquariatsmesse angeschlossen, die ebenfalls weltweit größte. Auch erstmals 2005 werden eine gemeinsame Branchendarstellung für Zeitschriftenverlage der Fach-, Publikums- und Internationalen Presse, sowie eine Gemeinschaftsausstellung Spiele & Spielen mit der Spielwarenmesse Nürnberg eingerichtet und ein mit 37.500 €dotierter deutscher Roman-Preis verliehen. Ein halbes Jahr vor der Weltmeisterschaft in Deutschland gibt es einmalig eine "Fußball-Welt".
Die offizielle Eröffnung der Frankfurter Buchmesse findet am 18. Oktober statt. Die Messe endet am Sonntag, den 23. Oktober.
Öffnungszeiten
Fachbesucher mit Legitimation/Presse
Mittwoch - Samstag 19.-22.10.2005 - 9.00 - 18.30 Uhr
Sonntag 23.10.2005 - 9.00 - 17.30 Uhr
Privatbesucher
Samstag 22.10.2005 - 9.00 - 18.30 Uhr
Sonntag 23.10.2005 - 9.00 - 17.30 Uhr
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