Ai Weiwei. China hat auf die anhaltende Kritik wegen der Verhaftung des Künstlers Ai Weiwei reagiert. In der Staatszeitung «Global Times» beschrieb die Regierung Ai Weiwei als Außenseiter der chinesischen Gesellschaft. Die Forderungen von Menschenrechtsgruppen und ausländischen Regierungen den Künstler freizulassen, seien Ausdruck einer rücksichtslosen Missachtung der Souveränität des Landes.
Währenddessen hat Außenminister Westerwelle den chinesischen Botschafter einbestellt. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des regimekritischen Künstlers und will dies mit Nachdruck vertreten. Westerwelle sagte in Berlin, es gehe bei dem Gespräch darum, dass die Forderung klar und unmissverständlich die chinesische Regierung erreiche.
Grüne für Stop der Ausstellung in Peking
Der Menschenrechtsbeauftragte der Grünen, Volker Beck, sagte, man könne nicht die Freilassung Ai Weiweis fordern und gleichzeitig eine scheinheilige und gigantomanische Ausstellung finanzieren, die Chinas Umgang mit der Freiheit in keiner Weise infrage stelle. Beck sprach sich dafür aus, Ai Weiwei öffentlichkeitswirksam in die Ausstellung "Die Kunst der Aufklärung" einzuladen und dort sprechen zu lassen. Sollte die chinesische Regierung das nicht zulassen, müssten die deutschen Kunstsammlungen ihre als Leihgaben zur Schau gestellten Exponate von Peking zurückfordern. In der vergangenen Woche hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Großausstellung "Die Kunst der Aufklärung" in Peking eröffnet. Sie wird maßgeblich vom Auswärtigen Amt finanziert
Ai Weiwei wurde am Sonntag auf dem Flughafen von Peking festgenommen. Seitdem ist er verschwunden.
Tho