Der 4. Juni ist der Tag, an dem 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die chinesische Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen wurde. Liao hatte 1989 nach dem Blutbad auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking das epische Gedicht «Massaker» publiziert. Er saß dann in China vier Jahre in Haft. Das gerade bei S. Fischer erschienene Buch «Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten» widmet sich den chinesischen «Underdogs» wie Toilettenputzern, Prostituierten, alten Mönchen und politischen Häftlingen. Die chinesische Ausgabe wurde nach Angaben von S. Fischer sofort nach Erscheinen verboten. 2007 wurde Liao Yiwu vom Unabhängigen chinesischen PEN-Zentrum mit dem Preis «Freiheit zum Schreiben» ausgezeichnet, dessen Verleihung in letzter Minute verhindert wurde. Der Dichter und Romancier Liao Yiwu hat trotz mehrfachen Versuchs keine Reiseerlaubnis zur Frankfurter Buchmesse 2009 erhalten. Im Frühjahr 2008 durfte Liao auch nicht nach Australien reisen, wie S.-Fischer-Sprecher Martin Spieles sagte.
Zu den Unterzeichnern des Aufrufs zählen Mario Vargas Llosa, Nadine Gordimer und John Coetzee. Der Schriftsteller Liao Yiwu darf seine Werke in China nicht veröffentlichen. Auch werden ihm regelmäßig Reisen ins Ausland verwehrt.
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