Punkt: Sie ist "ein Publikumsfestival" - und das seit nunmehr 60 Jahren. "Happy Bärthday!", sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick. Vom 11. bis zum 21. Februar 2010 feiern die Filmfestspiele in Berlin Geburtstag. 26 Filme stehen 2010 im Wettbewerbsprogramm der Internationalen Filmfestspiele Berlin. "Tuan Yuan" ("Apart Together"), das jüngste Werk von Wang Quan’an, eröffnet die Berlinale. 2007 hatte Wang Quan’ mit "Tuyas Hochzeit" den Goldenen Bären gewonnen. Jury-Präsident der 60. Berlinale ist der Regisseur Werner Herzog. Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Neuen Deutschen Films habe Herzog ("Fitzcarraldo", "Nosferatu") eine ganze Ära von Filmschaffenden geprägt", erklärte Festivaldirektor Dieter Kosslick. "Werner Herzogs Filme zeugen von der künstlerischen Kraft des Kinos."
Die 60. Berlinale verspricht ein Miteinander von jungen Talenten und alten Meistern. Mit besonderer Spannung wird Roman Polanskis Thriller "Der Ghostwriter" erwartet. In dem Film soll ein Ghostwriter die Memoiren eines früheren britischen Premierministers verfassen. Dabei kommt er einer globalen Verschwörung auf die Spur. Polanskis Verfilmung von Robert Harris' Bestseller "Ghost" wurde auf Sylt und im Studio Babelsberg gedreht. Nicht nur Polanskis Film, sondern auch der "Fall Polanski" wird in Berlin für Gesprächsstoff sorgen.
Im Wettbewerb außer Konkurrenz wird das jüngste Werk einer weiteren Regie-Legende zu sehen sein: Martin Scorsese hat den Thriller "Shutter Island" von Autor Denis Lehane verfilmt. Der Film mit Leonardo di Caprio und Max von Sydow in den Hauptrollen spielt in den 1950er Jahren auf einer amerikanischen Gefängnisinsel. Als deutscher Beitrag nimmt "Der Räuber" von Regisseur Benjamin Heisenberg an der Konkurrenz um den Goldenen Bären teil. Nach seinem Debüt "Schläfer" erzählt Heisenberg in "Der Räuber" die wahre Geschichte des österreichischen Marathonläufers und Bankräubers Johann Rettenberger. Anlässlich ihres Jubiläums präsentiert die Berlinale ein besonderes Rahmenprogramm: Neben einer Reihe mit Filmen, die in Berlin für Furore gesorgt haben, gibt es unter anderem die Welturaufführung einer neu restaurierten Fassung von Fritz Langs "Metropolis".
Eröffnet wird das Festival durch Berlinale-Chef Dieter Kosslick im Berlinale Palast. Moderiert wird die Eröffnungsgala von Anke Engelke. Für den musikalischen Rahmen sorgt Max Raabe mit seinem Palast Orchester.
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