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19. Januar 2010 um 23:55 Uhr (An) |
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China will den erfolgreichen Kinofilm «Avatar» zensieren. Trotz starken Besucherinteresses dürfen normale chinesische Kinos den Film nur bis Freitag zeigen. Danach soll er nur noch in speziellen 3D-Kinos zu sehen sein. "Avatar" hat in China offenbar einen Nerv getroffen. Die Geschichte des Films erinnert viele Zuschauer an Zwangsumsiedlungen, die sie selbst erlitten, um neuen Immobilienprojekten Platz zu machen. Anstelle von "Avatar" soll der chinesische Film "Konfuzius" gezeigt werden, der traditionelle Werte propagiert.
Die bekannte chinesische Kolumnistin Hung Huang beschrieb in der Tageszeitung "China Daily", warum sich viele Chinesen mit dem Na'vi-Volk in dem Science-Fiction identifizieren und sprach von einem "sozialen Phänomen". "All die zwangsweisen Umsiedlungen alter Nachbarschaften in China machen uns heute zu den einzigen Erdenbürgern, die wirklich das Leid der Na'vi nachempfinden können." Der berühmte chinesische Blogger Han Han schrieb: "Für Besucher in anderen Ländern ist eine solche brutale Räumung jenseits ihrer Vorstellungskraft. Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden." "Avatar" hatte in der Nacht zum 18. Januar den Golden Globe als bester Film des Jahres gewonnen. Auch wurde sein Regisseur James Cameron von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood ausgezeichnet.
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Vom 27.01.2010 23:06
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