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Auszeichnung:Große Emotionen bei Bambi-Verleihung
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Artikel vom:
27. November 2009 um 16:12 Uhr (He) |
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Eine zu Tränen gerührte Kate Winslet, ein anrührender Helmut Kohl und eine mit einem Lächeln um die würdige Vertretung ihres Mannes ringende Stephanie zu Guttenberg: Die 61. Bambi-Verleihung hat neben vielzähliger Prominenz vor allem Emotionen geboten. Mit dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit hatte der Medienpreis in diesem Jahr einen roten Faden, der sich durch die Gala zog. Der Burda-Verlag hatte sich wegen des Jahrestags der deutschen Einheit für Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam als Austragungsort der Bambi-Verleihung entschieden. Für Glamour sorgten die internationalen Stars: So wurde die Ehrung der in der Kategorie Internationaler Film ausgezeichneten Schauspielerin Kate Winslet durch den Schweizer Schauspieler Bruno Ganz zu einem eigenen kleinen Schauspiel.
Ganz, der zusammen mit der Britin in "Der Vorleser" spielte, schmeichelte Winslet mit Komplimenten und hob die außergewöhnliche Karriere der erst 34-Jährigen hervor. Anschließend sank diese vor dem Schweizer in die Knie - um mit einem gewinnenden Lächeln ebenfalls Komplimente zu machen.
Deutlich stärker als die Kulturschaffenden stand die deutsche Einheit im Mittelpunkt. Verleger Hubert Burda wollte allen voran Helmut Kohl ehren, die Auszeichnung des Altkanzlers mit einem Millennium-Bambi stand bereits im Vorfeld fest. Wegen seiner nach einem Sturz im Februar 2008 nach wie vor angeschlagenen Gesundheit konnte Kohl nicht in Potsdam anwesend sein. In einem eingespielten Film zeigte sich der 79-Jährige bewegt.
Der begehrte Publikums-Bambi durch die Fernsehzuschauer ging an den ZDF-Dreiteiler "Krupp - Eine deutsche Familie" als das Fernsehereignis des Jahres. Als beste Schauspielerin wurde Jessica Schwarz für ihre Hauptrolle im Film "Romy" über Romy Schneider geehrt, Edgar Selge wurde für seine Rolle in "Jenseits der Mauer" ausgezeichnet. Weitere Bambis gingen unter anderem an den Modemacher Wolfgang Joop, Sängerin Shakira, die Band Silbermond sowie in der Kategorie Wirtschaft an den scheidenden Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß.
Die Laudatio für Hoeneß sollte eigentlich Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) halten. Dieser musste nach der neuen Entwicklung um den von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff in Afghanistan kurzfristig absagen. Stattdessen schickte er seine Frau Stephanie mit seinem Redemanuskript.
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