Interviews mit der Leugnung des Holocausts in Deutschland zu verhindern, argumentierte der britische Bischof der umstrittenen Piusbruderschaft im "Spiegel". Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung beantragt. Laut "Spiegel" droht Williamson eine Geldstrafe von 12.000 Euro. Diese Summe sei überraschend hoch, sagte er. Denn bei Annahme eines solchen Strafbefehls gelte er in Deutschland als vorbestraft. Der Bischof bezweifelt den Angaben zufolge, dass der Strafbefehl rechtlich zulässig ist. Ausschlaggebend für die Strafwürdigkeit sei, "ob ich der Veröffentlichung meines Interviews in Deutschland zugestimmt habe". Doch das sei nicht der Fall gewesen.
"Ich habe versucht, mich dagegen zu wehren, dass mein Gespräch mit dem schwedischen Fernsehen über den Umweg Internet auch in Deutschland verbreitet wird." Laut "Spiegel" hatte Williamson Anfang Januar 2009 eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung seines Interviews im Internet durch das schwedische Fernsehen in die Wege geleitet, die allerdings vor Gericht scheiterte. Die Äußerungen machten besonders Schlagzeilen, weil Papst Benedikt XVI. kurz darauf die Exkommunikation Williamsons und dreier weiterer Bischöfe der fundamentalistischen Pius-Bruderschaft aufhob. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde dafür weltweit kritisiert.
Tho