Das Mülheimer Theater an der Ruhr will das Stück «Der Müll, die Stadt und der Tod» von Rainer Werner Fassbinder trotz Protesten aufführen.
Auf einer Matinee erklärte Intendant Roberto Ciulli am Sonntag, für ihn sei das Fassbinder-Werk "kein antisemitisches Stück, sondern eines, das den Antisemitismus thematisiert". Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Jüdische Gemeinde Duisburg / Mülheim hatten gefordert, die Aufführung aus Respekt vor den Opfern des Holocaust abzusagen. Sie sehen in dem 1975 entstandenen Stück antisemitische Tendenzen.
Das Schauspiel Frankfurt bereitet für die kommende Spielzeit die Uraufführung einer Bühnenbearbeitung des Films «Die Sehnsucht der Veronika Voss» von Rainer Werner Fassbinder vor.