
Hartnäckig und mit großer Liebe leiten Royston Maldoom und sein Team die ersten Tanzschritte der Kinder und Jugendlichen an, von denen die meisten keine Erfahrung mit klassischer Musik haben. Im Verlauf der Proben lernen sie alle Höhen und Tiefen kennen, Unsicherheit, Selbstbewusstsein, Zweifel und Begeisterung: Eine emotionale Reise in neue, ungeahnte Welten und zu verborgenen Facetten ihrer Persönlichkeiten.
Die Grenzen scheinen klar zu sein: Hier E-Musik, da U-Musik. Hier elitärer Kunstgenuss für die oberen Zehntausend, da Zerstreuung für die Masse. Wie konstruiert, wie wenig gottgegeben diese Trennlinien sind, zeigt sich dann, wenn mutige, kreative Menschen sie einfach ignorieren.So geschehen in Berlin vor knapp zwei Jahren: 250 Kinder und Jugendliche, die meisten aus so genannten "benachteiligten" Bevölkerungsschichten und ohne Erfahrung mit Tanz oder klassischer Musik, proben unter Anleitung des englischen Choreographen Royston Maldoom Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps". Im Januar 2003 tanzen sie das Stück vor 3000 begeisterten Zuschauern in der "Arena", einer ehemaligen Omnibus-Halle im Industriegebiet, zur Musik der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle.
Die Filmemacher Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch haben den gesamten Entwicklungsprozess dieses ersten großen «Education»- Projekts der Berliner Philharmoniker dokumentiert. Herausgekommen ist dabei nicht weniger als einer der bewegendsten Dokumentar- und Musikfilme der letzten Jahre. Wie ein mitfühlender Freund begleitet die Kamera den oft schmerzlichen Lernprozess, den die jugendlichen Charaktere im Laufe der Probenarbeit durchleben, wie sie ihre eigenen Blockaden überwinden und am Ende ganz neue Facetten ihrer Persönlichkeit entdecken. Da ist zum Beispiel der 19-jährige Martin: Ein intelligenter, für sein Alter erstaunlich reflexionsfähiger Einzelgänger, der Kontakten aus dem Weg geht und körperliche Berührungen scheut. Bewegend zu sehen, wie er nach und nach die Hemmungen überwindet und mit der Zeit zu einem der besten Tänzer der Gruppe wird. Parallel dazu bekommt man seltene Einblicke in die Probenarbeit der Berliner Philharmoniker
Von den großartigen Probenmitschnitten des Süddeutschen Rundfunks, der den zeitgenössischen Dirigenten einst mit faszinierter Neugier auf die Pelle rückte, bis zu Andres Veiels "Spielwütigen" hat dieser Dokumentarfilm viele bewegende Zeugnisse hinterlassen - exemplarisch lässt sich darin besichtigen, was herauskommt, wenn motivierte kreative Gruppen sich großer gemeinsamer Anstrengung unterziehen. "Rhythm is it!" spekuliert wohl eher auf den publikumswirksamen Knall, der sich ergibt, wenn Hochkultur und Alltag aufeinander treffen, sinfonischer Orchesterklang und monotoner Rap.
Fazit:
Der Sturz - Honeckers EndeAls im Jahr 1989 in ganz Osteuropa die Macht der kommunistischen Parteien zu bröckeln begann, brachen auch für die angegrauten und teils auch schon greisen Herren des SED-Politbüros die letzten Monate ihrer Herrschaft an.
Deutsche Hörfilmpreise vergebenDer Film «Wer wenn nicht wir» von Andreas Veiel und der ZDF-Krimi «Bella Block - Stich ins Herz» sind mit dem Deutschen Hörfilmpreis 2012 ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband verliehen. Die sogenannten Hörfilme enthalten zusätzliche Kommentare, in denen die Bilder und Aktionen beschrieben werden.
48. Grimme-Preis-VerleihungHeute sind Stars aus Fernsehen und Fernsehmacher zu Gast in Marl. Zur Stunde vergibt das renommierte Grimme-Institut einen der wichtigsten Fernsehpreise Deutschlands, den Grimme-Preis. Michael Steinbrecher führt durch den festlichen Abend in Marl.
Lanz musste die «Wetten, dass..?»-Offerte erst einmal verdauenModerator Markus Lanz hat mit der «Wetten, dass..?»-Zusage gezögert. «Das ZDF drängte schließlich auf eine schnelle Entscheidung, aber ich habe gesagt, dass ich mir jetzt auch ein wenig Zeit nehmen muss und bin für einen Dreh nach Indien geflogen», erzählte der 43-Jährige, der im Herbst die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei der ZDF-Show antreten wird, der «Bild am Sonntag».