will die chinesische Regierung ein Wiederaufflammen der Unruhen verhindern, die vor einem Jahr um den Jahrestag in Lhasa ausgebrochen waren. Der Dalai Lama rief seine Landsleute zur Zurückhaltung und Gewaltlosigkeit auf. Die chinesische Propaganda verschärfte hingegen ihre Angriffe gegen das religiöse Oberhaupt der Tibeter. In Indien planen Exil-Tibeter Protestaktionen.
Als Reaktion auf die Demonstration warnten die chinesischen Behörden vor harten Gegenmaßnahmen, außerdem wurden mehrere Klöster rund um Lhasa von paramilitärischen Truppen umstellt. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, die Mönche seien zu "illegalen Handlungen", die die soziale Stabilität bedrohten, angestachelt worden.
Die chinesische Herrschaft in Tibet begann in Jahr 1950, als eine Invasion der kommunistischen Volksbefreiungsarmee die Himalaya-Region besetzte und sie anschließend der großen Volksrepublik einverleibte. Der Dalai Lama, Nobelpreisträger und geistiges Oberhaupt der Tibeter, befindet sich noch immer im Exil im nordindischen Dharamsala, gemeinsam mit 120.000 seiner Landsleute. Von hier aus macht er immer wieder auf Chinas Missachtung der Menschenrechte in Tibet aufmerksam und setzt sich für ein autonomes, friedliches Tibet ein. China ächtet den in Europa sehr beliebten Buddhisten als Separatisten und kritisiert die Regierungen von Ländern, die ihn empfangen.
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