die Auszeichnung für sein Lebenswerk. «Der Bader Meinhof Komplex» ging in Los Angeles leer aus.
Mit gleich vier Golden Globes war ein ziemlich erstaunter Danny Boyle der große Sieger des Abends: Sein Drama Slumdog Millionaire wurde im Rahmen der 66. Golden-Globes-Gala, ausgerichtet von Hollywoods Auslandspresse, als bester Film, für Regie, Drehbuch und Musik gewürdigt. Der 52-jährige britische Regisseur wurde nach TV-Filmen Mitte der 90er-Jahre mit der schrägen Komödie Trainspotting international bekannt. Zuletzt hatte er den Science-Fiction-Thriller 28 Days Later inszeniert. Slumdog Millionaire erzählt die Geschichte einer indischen Waise, die bei der TV-Millionenshow gewinnt. Der Film startet am 20. März in Österreich.
Die britische Schauspielerin Kate Winslet ist die strahlende Gewinnerin der diesjährigen Golden Globes: Für ihren Auftritt in der Ehegeschichte «Zeiten des Aufruhrs» erhielt sie den Preis als beste Schauspielerin in einem Drama. Kurz zuvor war sie bereits als beste Nebendarstellerin in der Verfilmung von Bernhard Schlinks Bestseller «Der Vorleser» ausgezeichnet worden. In «Zeiten des Aufruhrs» stand sie zehn Jahre nach dem Sensationserfolg mit «Titanic» wieder mit ihrem damaligen Partner Leonardo DiCaprio vor der Kamera. Winslet ist nun zweifellos haushohe Favoritin für die Oscar-Vergabe Ende Februar, zumal sie in beiden Filmen eindrucksvoll beweist, die mit Abstand beste Leinwanddarstellerin ihrer Generation zu sein. Noch höher als ihre Leistung in „Zeiten des Aufruhrs«, dieser Film kommt am Donnerstag in die deutschen Kinos, ist ihr Auftritt in der am 26. Februar startenden Verfilmung von Bernhard Schlinks Bestseller „Der Vorleser“ zu werten.
Weitere Schauspielpreise gingen an den US-Darsteller Mickey Rourke für «The Wrestler» und an den Iren Colin Farrell für «In Bruges». Der vor einem Jahr an einer Überdosis Medikamenten gestorbene Schauspieler Heath Legder wurde für seinen Auftritt als Batman in «The Dark Knight» posthum als bester Nebendarsteller geehrt. Das deutsche RAF-Drama «Der Baader-Meinhof-Komplex» ging leer aus, stattdessen erhielt der dokumentarische Trickfilm «Waltz With Bashir» den Preis für den besten fremdsprachigen Film.
Posthum für seine Nebenrolle als Film-Fiesling in dem Batman-Film »The Dark Knight« wurde Heath Ledger ausgezeichnet. Der 28-Jährige war vor fast einem Jahr an einer Medikamentenüberdosis gestorben. An seiner Stelle nahm Regisseur Christopher Nolan die Auszeichnung entgegen. Mit dem Cecile B. DeMille Award für sein Lebenswerk wurde der US-Regisseur Steven Spielberg ausgezeichnet. Er kann bislang sechs Golden Globes sein eigen nennen, unter anderem für Filme wie »Schindlers Liste« und »Der Soldat James Ryan«. Der Oscar-Preisträger sollte den Cecil B. DeMille Award bereits im vergangenen Jahr erhalten. Die Gala war jedoch wegen des Streiks der Drehbuchautoren abgesagt worden. Weitere Globes gingen an den US-Darsteller Mickey Rourke für »The Wrestler« und an den Iren Colin Farrell für »Brügge sehen - und sterben?«.
Golden Globes 2009: Alle Gewinner
Bestes Filmdrama: »Slumdog Millionär« von Danny Boyle Beste Komödie: »Vicky Cristina Barcelona« von Woody Allen Beste Regie: Danny Boyle (»Slumdog Millionär«) Bester Schauspieler (Drama): Mickey Rourke (»The Wrestler«) Beste Schauspielerin (Drama): Kate Winslet (»Zeiten des Aufruhrs«) Bester Nebendarsteller: Heath Ledger (»The Dark Knight«) Beste Nebendarstellerin: Kate Winslet (»Der Vorleser«) Bester Schauspieler (Komödie): Colin Farrell (»Brügge sehen . . . und sterben«) Beste Schauspielerin (Komödie): Sally Hawkins (»Happy-Go-Lucky«) Bestes Drehbuch: Simon Beaufoy (»Slumdog Millionär«) Beste Musik: A. R. Rahman (»Slumdog Millionär«) Bester Song: Bruce Springsteen (»The Wrestler«) Bester Animationsfilm: »Wall-E« Bester ausländischer Film: »Waltz with Bashir« aus Israel Beste Fernsehserie (Drama): »Mad Men« Beste Fernsehserie (Komödie): »30 Rock« Beste Miniserie: »John Adams" Die Schauspieler-Preise in den diversen Fernsehkategorien gingen an: Anna Paquin, Gabrial Byrne, Tina Fey, Alec Baldwin, Laura Linney, Paul Giamatti, Laura Dern und Tom Wilkinson
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