Weihnachtsmännern und Osterhasen schon bald Konkurrenz machen. Doch die Kirche zeigt sich empört über Schoko-Jesus aus Duisburg. "Die Schokolade kann noch so gut sein, reinbeissen würde ich da trotzdem nicht", sagt Udo Hahn, Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Eine Jesusfigur aus Schokolade werde der Bedeutung des weihnachtlichen oder österlichen Geschehens nicht gerecht, urteilt eine Sprecherin des Erzbistums Köln. "Für uns ist das nur eine kitschige Darstellung."
Die Idee für seinen Schokoladen-Jesus ist dem Sozialwissenschaftler und früheren Betreiber einer Recycling-Fabrik während eines Spaziergangs gekommen. "Mir ging es um die Darstellung einer Figur, die Nächstenliebe und den Einsatz für Schwächere symbolisiert", verteidigt Oynhausen seine süße Idee. Dass die Figur aus Schokolade viele religiöse Menschen abschreckt, glaubt er nicht. Er sei selber gläubig und habe daher großen Wert auf einen "würdigen" Schokoladen-Jesus gelegt. Der Figur soll spätestens zu Ostern auf den Markt kommen. Eine Firma im Sauerland soll den Schoko-Jesus in Massenproduktion herstellen. Schon jetzt ist Oynhausens "Sweetlord" aus 100 Gramm Vollmilchschokolade auf Anfrage zu bekommen. Rund 1000 Bestellungen sollen bisher eingegangen sein.
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