"Die Methode der Elke Heidenreich gefällt zwar vielen Zuschauern, aber ich kann es nicht ertragen, wenn jemand sagt: 'Kauft dieses Buch! Nicht morgen, besser heute noch!'.", zitiert das Magazin Reich-Ranicki. Diese Reklame für Bücher sei "etwas billig". Und weiter: "Was wir damals im 'Literarischen Quartett' gemacht haben, fand auf einem anderen intellektuellen Niveau statt als die Heidenreich-Sendung". Der Literaturkritiker erklärt in dem Interview auch, das 'Lesen!' mit Heidenreich, "halt eine Sendung für Frauen" gewesen sei.
Zu einem Heidenreich-Nachfolger, sagte Reich-Ranicki: »Möglich wäre, dass jemand von der "Zeit" genommen wird." Sigrid Löffler werde es auf keinen Fall, «denn überall, wo sie ist, wird sie ja letztlich rausgeschmissen, weil sie sich mit niemandem einigen kann", attackierte er seine Kollegin und ehemalige Mitstreiterin beim "Literarischen Quartett".
Unterdessen bekräftigt er seine Kritik am Niveau des deutschen Fernsehens: "Die Intellektuellen werden vom Fernsehen ignoriert, bagatellisiert, vernachlässigt, deshalb ist das Programm so schlecht." In dem Interview forderte Reich-Ranick auch eine Äußerung von Angela Merkel: "Es wäre gut, wenn sie sich auch über das Fernsehen äußern würde." Schließlich sei Merkel eine "außerordentlich kluge Politikerin". Reich-Ranicki erhielt den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk. Angela Merkel hielt die Laudatio und bezeichnete Reich-Ranicki als "eine Ikone des Feuilletons". Der Literaturkritiker hatte im Oktober den Ehrenpreis für sein Lebenswerk auf der Bühne
zurückgewiesen und heftige Kritik an die Show zum das Fernsehen geübt.
Elke Heidenreich erklärte, dass "Lesen!" weitergehe. Zu Details wolle sie sich allerdings erst Ende des Monats äußern. Das ZDF hatte sich von Elke Heidenreich
getrennt. Die 65-Jährige hatte sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" der heftigen
Kritik ihres Kollegen Marcel Reich-Ranicki an der Qualität im deutschen Fernsehen angeschlossen. Sie schrieb in der FAZ: «Von mir aus schmeißt mich doch raus, ich bin des Kampfes eh müde. Außerdem hatte Heidenreich den Moderator Thomas Gottschalk bei ihrer Kritik am
Deutschen Fernsehpreis persönlich attackiert und kritisiert.
Hei