Tibeter befinde sich in einem «stabilen Zustand», teilte ein Sprecher der privaten Lilivati-Klinik in Bombay am Freitag mit. «Es gibt absolut keinen Anlass zur Sorge.» Der 73-jährige Friedensnobelpreisträger hatte am Mittwoch wegen Erschöpfung zwei Auslandsreisen sowie alle weiteren Termine in den kommenden drei Wochen abgesagt und war am Donnerstag mit Bauchschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Der Sekretär des Dalai Lama, Tenzin Takhla, sagte am Sitz der tibetischen Exilregierung im nordindischen Dharamsala, dass alle medizinischen Untersuchungen beendet seien. Dabei habe sich herausgestellt, dass «seine Heiligkeit unter Erschöpfung leidet.» Der Friedensnobelpreisträger werde noch zwei bis drei Tage im Krankenhaus bleiben und sich dann zur Genesung einige Tage in einem Hotel in Bombay einquartieren. «Alles was er braucht, ist Ruhe», hieß es in einer zuvor in Dharamsala veröffentlichten Erklärung. In den vergangenen Monaten hatte der Dalai Lama mehrere strapaziöse Reisen auf sich genommen, um anlässlich der Olympischen Spiele in Peking auf die Menschenrechtslage in Tibet aufmerksam zu machen. Am vergangenen Samstag war er von einem zwölftägigen Besuch in Frankreich zurückgekehrt, bei dem er auch mit Außenminister Bernard Kouchner und Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy zusammengetroffen war. Die geplante Reisen nach Mexiko und in die Dominikanische Republik sagte er dann ab. Auch an einem Friedens-Fasten für Tibet wird der Dalai Lama nicht wie angekündigt teilnehmen können.
Tho