Journalist festgenommen worden. Zwei Mitglieder der Gruppe Students for a Free Tibet hängten am 13. August 2008 ein Transparent mit der Aufschrift «Free Tibet» an einer Brücke im Olympiapark auf, wie die Organisation mitteilte. Fünf weitere hätten sich aneinander sowie an Fahrräder am Eingangstor gekettet, sagte der Leiter der Gruppe, Lhadon Tethong. Die Demonstranten zeigten auch ein Transparent mit der Aufschrift «Die Tibeter sterben im Namen der Freiheit». Der britische Fernsehjournalist John Ray versuchte vergeblich, den Sicherheitskräften seine Akkreditierung für die Olympischen Spiele zu zeigen, wie eine Produzentin des Senders ITV News erklärte. Er sei hinter den Aktivisten hergelaufen und von der Polizei verfolgt und in einem Auto weggebracht worden. Ray wurde wenige Stunden später wieder freigelassen. Er erklärte, er sei von einem Sicherheitsmann «sehr körperlich» bedroht worden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) prüfte nach Angaben seiner Sprecherin Emmanuelle Moreau die Informationen, dass der britische Journalist angegriffen wurde. «Die Position des IOC ist klar: Die Medien müssen frei über die Olympischen Spielen berichten dürfen», erklärte Moreau.
Human Rights Watch zufolge ist ein chinesischer Aktivist verschwunden, nachdem er eine Protestaktion in einer der extra ausgewiesenen Zonen beantragt hat. Der 58-jährige Ji Sizun habe für «mehr Beteiligung der Chinesen am politischen Prozess» demonstrieren sowie Korruption und Machtmissbrauch anprangern wollen, erklärte die Organisation am 13. August 2008. Er reichte demnach seinen Antrag am 8. August ein, drei Tage später sei er Augenzeugen zufolge offenbar von Polizisten in Zivil abgeführt worden. Die chinesische Regierung hat für Proteste während der Olympischen Spiele drei ausgewiesene Zonen eingerichtet, die weit von den Austragungsorten entfernt liegen. Demonstrationen müssen fünf Tage im Voraus beantragt werden. Über Aktionen dort wurde bislang nichts berichtet. Mindestens eine Zone wird offenbar von Sicherheitskräften in Zivil überwacht, die Passanten filmen.
Tho