«Süddeutsche Zeitung» am 12. August 2008. Eine von den Hess-Erben in Auftrag gegebene Studie konnte weder belegen, dass Hess sich auch ohne Druck von dem Bild getrennt hätte, noch, dass ein «angemessener Kaufpreis die ursprünglichen Besitzer» erreicht habe. Die Studie besage außerdem, dass die Hess-Familie von den Nazis vefolgt wurde und ihre Firma nicht bereits vor 1933 verschuldet gewesen sei. Die Verfasser der Studie, «Dr.Tatzkow und Partner», hätten keine «Parteischrift» verfasst, und es sei klar ersichtlich, dass die Sammlerwitwe Tekla Hess das Bild keineswegs, wie immer wieder behauptet werde, freiwillig verkauft hätte, «um ein Jetset-Leben in Saus und Braus zu führen», so die «SZ».
Die «Berliner Straßenszene» von 1913 gilt als eines der wichtigsten Bilder des deutschen Expressionismus. Es hing bis 2006 im Berliner Brücke-Museum. Die Rückgabe des Bildes an die rechtmäßigen Erben hatte im Vorfeld zu Aufregung geführt. Der Senat hatte es 1980 für 1,9 Millionen Mark erworben und es im Juli 2006 an die Erben des jüdischen Sammlers Alfred Hess zurückgegeben. Im November 2006 wurde das Bild für 38 Millionen Dollar an den US-Sammler Ronald S. Lauder versteigert. Zur Zeit hängt es als Leihgabe Lauders im MoMa in New York.
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