An der Eröffnung der Erinnerungsstätte für mehrere im Jahr 1952 in Moskau hingerichtete Oppositionelle aus dem Ort werde am 27. Juli 2008 auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) teilnehmen, teilte sein Ministerium in Potsdam mit. Bei der Feier sollen auch acht Urnen mit Erde aus einem russischen Massengrab auf dem Friedhof symbolisch beigesetzt werden.
Die Oppositionellen, die sich zunächst in einer Theatergruppe der Kirchengemeinde und der Jungen Gemeinde getroffen haben, gerieten unter anderem durch Flugblätter zur DDR-Volkskammerwahl 1950 in das Visier des Geheimdienstes. Später habe ein Teil der Gruppe von West-Berlin aus in Zusammenarbeit mit amerikanischen Gruppen größere Auflagen von Flugblättern hergestellt, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. 1951 seien mehrere Mitglieder verhaftet und an den sowjetischen Geheimdienst übergeben worden. Acht von ihnen wurden 1952 in Moskau hingerichtet, andere zur Zwangsarbeit verurteilt und nach Workuta verschleppt. Die Erinnerungsstätte wurde nach Angaben des Initiators Sigurd Blümcke, der selbst Mitglied der Gruppe war und in Potsdam im Gefängnis einsaß, privat finanziert.
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