als nicht ausreichend kritisiert. «Diese kurze, straff organisierte Reise bleibt weit hinter den Versprechungen Chinas zurück», teilte der Club der Auslandskorrespondenten in China (FCCC) am Mittwoch mit. Bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2008 habe Peking gelobt, ausländischen Journalisten eine freie Berichterstattung zu erlauben. Mit der Reise hatte das chinesische Außenministerium auf Proteste gegen das Verbot für Korrespondenten reagiert, in die Unruhegebiete in Tibet und angrenzenden Provinzen zu reisen. Am Mittwoch waren 26 Journalisten von 19 verschiedenen Medien für die dreitägige Reise von Peking nach Lhasa aufgebrochen, darunter Korrespondenten der US-Nachrichtenagentur AP, der britischen «Financial Times» und der Hongkonger «South China Morning Post». Journalisten aus Deutschland waren nicht eingeladen worden. Ein Beamter des Außenministeriums sagte am Dienstag, dass besonders viele US-amerikanische Journalisten dabei seien, weil die US-Medien «voreingenommen» über die Unruhen der Tibeter berichtet hätten.
Der FCCC forderte die chinesische Regierung auf, allen ausländischen Journalisten, die aus Tibet und tibetischen Regionen berichten wollten, dies zum «frühestmöglichen Termin» zu erlauben und eine freie Berichterstattung ohne Behinderungen durch die Regierung zu gewährleisten. Der nach Lhasa gereisten Journalistengruppe solle die «uneingeschränkte Freiheit der Berichterstattung» ermöglicht, das Recht ihrer Gesprächspartner auf freie Rede solle geachtet werden. «Wir sind äußerst beunruhigt über jüngste Berichte, wonach Quellen in tibetischen Gebieten und anderswo auf verschiedene Arten eingeschüchtert wurden», teilte der Korrespondentenclub mit.
Tho