New York. In Syrien sollen heute die ersten offiziellen Beobachter der UNO eintreffen. Das aus sechs Personen bestehende Voraus-Team wird ab morgen den eigentlichen Einsatz der Beobachter Mission vorbereiten.
Der UN-Sicherheitsrat hatte gestern beschlossen, zunächst eine Erkundungsmannschaft von 30 Personen nach Syrien zu schicken. Später soll die Beobachtergruppe aus mehr als 200 Mitarbeitern bestehen. Sie sollen in Syrien den Abzug der Truppen von Präsident Assad aus den Städten überwachen und die offizielle Waffenruhe kontrollieren. Ungeachtet der Vereinbarung hatte die syrische Armee gestern wieder Ziele in der Protesthochburg Homs beschossen. Dabei waren nach Angaben der Opposition mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.
Die Bundesregierung prüft Berichte, wonach ein deutsches Schiff mit Waffen Richtung Syrien unterwegs gewesen sein soll. Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es, man gehe allen Hinweisen auf mögliche Verstöße gegen das Waffenembargo nach. Die angeblich geplante Lieferung der Waffen an das Regime von Präsident Assad flog offenbar durch Informationen syrischer Überläufer auf.
Nach Kenntnis der Bundesregierung handelt es sich bei dem Frachter um das Schiff eines deutschen Eigentümers. Es sei von einem ausländischen Unternehmen gechartert worden. Nach Informationen von SPIEGEL-Online befand sich Waffen und Munition aus dem Iran auf dem deutschen Frachter, die Reederei habe die Fahrt allerdings noch im Mittelmeer gestoppt. Die EU hat ihren Mitgliedern verboten, Syrien Waffen zu liefern.
Mec