Düsseldorf. Im Münsterland können zum neuen Schuljahr im Herbst fünf Sekundarschulen ihre Arbeit aufnehmen. Wie das Schulministerium heute mitteilte, haben die Bezirksregierungen jetzt über die Anträge entschieden. Demnach können die Städte Ahlen, Drensteinfurt, Münster-Roxel und Nottuln
Die meisten Sekundarschulen entstehen im Regierungsbezirk Arnsberg, nämlich 18. In Nordrhein-Westfalen können zum neuen Schuljahr im Herbst 50 Sekundarschulen an den Start gehen.
Eine Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn. Dabei lernen die Schüler bis zum Ende der sechsten Klasse gemeinsam.
Bildung ist in Deutschland Ländersache. Dabei gibt es aber verwirrend viele Schultypen. Nicht alle werden in allen Bundesländern angeboten.
# Duales System: Ausbildungsform in der Sekundarstufe II an zwei Lernorten, einmal an Berufsschulen, Berufsakademien und Fachhochschulen, zum anderen in Betrieben.
# Ersatzschule: Schulen in freier Trägerschaft, die in Organisationsform und Unterrichtsinhalten öffentlichen Schulen entsprechen. Schulgeld ist möglich.
# Förderschule: Für Kinder, die wegen Behinderungen in allgemeinen Schulen nicht ausreichend gefördert werden können, auch Sonderschule, Förderzentrum oder Schule für Behinderte genannt.
# Ganztagsschule: Hier gibt es über den Unterricht am Vormittag hinaus an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot. Die Schulform gilt als erfolgversprechend für die Integration von Kindern mit ausländischen Wurzeln, die hier den ganzen Tag Deutsch hören und sprechen.
# Gemeinschaftsschule: Sie verzichtet auf eine Trennung der Schüler nach der Grundschulzeit und ermöglicht längeres gemeinsames Lernen in gewohnten Klassen, oft noch als Schulversuch.
# Gesamtschule: weiterführende Schule mit mehreren Bildungsgängen, die zu unterschiedlichen Abschlüssen führen (Hauptschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss, Berechtigung zum Übergang in die Gymnasiale Oberstufe). Im kooperativen Schultyp wird der Unterricht in Jahrgangsklassen erteilt, die auf die unterschiedlichen Abschlüsse bezogen sind. Im integrierten Typ wird in den Kernfächern ein leistungsdifferenzierter Unterricht in Kursen erteilt. Gesamtschulen können auch Gymnasiale Oberstufen haben.
# Grundschule: Gemeinsame Pflichtschule für alle Kinder, die das 6. Lebensjahr vollendet haben. Sie umfasst vier Jahrgangsstufen mit Ausnahme von Berlin und Brandenburg (6 Jahrgangsstufen).
# Gymnasium: Schulart für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 oder 5 bis 12, Ziel ist das Abitur. Zurzeit stellen fast alle Länder vom neunjährigen auf das achtjährige Gymnasium um (G8).
# Hauptschule: weiterführende Schule, in der Regel für die Jahrgangsstufen 5 bis 9. Ziel ist der Hauptschulabschluss.
# Haupt- und Realschule: Einige Bundesländer haben die beiden Schulformen zusammengelegt. Die Bezeichnungen sind sehr unterschiedlich: Erweiterte Realschule (Saarland), Integrierte Haupt- und Realschule (Hamburg), Mittelschule (Sachsen), Oberschule (Brandenburg), Realschule plus (Rheinland-Pfalz), Regelschule (Thüringen), Regionale Schule (Mecklenburg-Vorpommern), Regionalschule (Schleswig-Holstein), Sekundarschule (Berlin, Bremen, Sachsen-Anhalt), Verbundene Haupt- und Realschule (Hessen), Zusammengefasste Haupt- und Realschule (Niedersachsen)
# Integrative Schule: Hier werden behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet. Dafür gibt es mehr Pädagogen und Helfer.
# Realschule: weiterführende Schulart, in der Regel für die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Ziel ist der Mittlere Schulabschluss.
# Zwergschule: Sie gibt es oft nur als Modellversuch in ländlichen Gebieten. Um Kinder nicht mit Bussen weite Strecken fahren zu lassen, werden verschiedene Altersgruppen in Kombi-Klassen unterrichtet. Das Prinzip ahmt die traditionelle Dorfschule nach.
# Zweiter Bildungsweg: An Abendrealschulen und Abendgymnasien haben Berufstätige die Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen.
Bea