Münsterland. Das Sturmtief «Andrea» hat in Nordrhein-Westfalen weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Seinen Höhepunkt hatte es am Vormittag erreicht, als eine Gewitterfront mit starkem Regen und schweren Sturmböen über das Land zog.
Die Polizei zählte etwa 500 Einsätze. In Krefeld kam eine Frau ums Leben, die mit ihrem Auto in einer Windböe vor einen Baum geprallt war. Auf der Bahnstrecke zwischen Coesfeld und Reken ist heute ein Zug entgleist, zum Glück wurde niemand verletzt. Auch in den Niederlanden mussten Polizei und Feuerwehr immer wieder ausrücken.
Es regnet ziemlich heftig dieser Tage. Die Pegel in Bächen und Flüssen steigen. Im vergangenen Jahr hieß es nur selten Land unter im Münsterland. Und daran war nicht nur das recht trockene Wetter de letzten Monate Schuld. Es wurde auch viel für den Hochwasserschutz getan. Lediglich im Januar gab es zweimal Hochwasser. Und zwar an der Ems in Einen. Davon abgesehen verzeichnet die Bezirksregierung keine einzige größere Überschwemmung im Jahr 2011. Trotzdem investieren Land und Kommunen weiterhin in den Hochwasserschutz. Geplant sind mehrere Rückhaltebecken, unter anderem in Nottuln und Oelde. In Stadtlohn muss die Gemeinde Grundstücke als Überschwemmungsfläche aufkaufen. Und in Ahlen ist eine Renaturierung der Werse geplant. Diese Maßnahmen sind mit rund 2,75 Millionen € veranschlagt. Im Vorjahr fielen die Kosten für den Hochwasserschutz aber fast doppelt so hoch aus.
Hel