Münsterland, NRW. Bei Bürgern, Initiativen und in der Politik in ganz Nordrhein-Westfalen wächst der Widerstand gegen die Erdgasförderung mit Hilfe der Fracking-Technologie. Die Gegner von Erdgasbohrungen im Münsterland freuen sich über den wachsenden Widerstand in der Politik gegen das sogenannte Fracking-Verfahren.
Die Technologie setze hochgiftige Chemikalien ein, die größtenteils im Boden zurückbleiben, warnte die Energieexpertin der Grünen-Fraktion, Brems, in Düsseldorf. Das Land müsse alles tun, um eine Gefährdung von Umwelt und Grundwasser zu vermeiden. SPD und Grüne setzen sich dazu für eine Änderung des Bergrechts ein. Die FDP ist für mehr Bürgerbeteiligung. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um das Gestein aufzuweichen, damit das Gas entweicht.
Allen Protesten zum Trotz will sich jetzt ein Unternehmen aus Kanada erneut ein mögliches Fördergebiet sichern. Das Areal erstreckt sich unter anderem über Teile des Kreises Warendorf. Der Süden der Gemeinde Wadersloh gehört demnächst wahrscheinlich zu den rund 20 Claims in NRW, auf denen nach Erdgas gesucht werden könnte. Die kanadische Firma BNK will sich mit dem Antrag auf ein Erkundungsfeld ihren Platz sichern. Die Bürgerinitiative gegen Erdgasförderung in Drensteinfurt gibt sich noch gelassen. Sie hofft auf strenge potitische Richtlinien, die die Förderung verhindern oder zumindest sicher machen. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium drängt beim Bund auf die Einführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Außerdem gibt es ein Gutachten in Auftrag, das Chancen und Risiken von Erdgasförderungen untersuchen soll.
Diese Erdgasförderung birgt nach Ansicht der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren in Nordwalde große Gefahren für Umwelt, Natur und das Trinkwasser. Jetzt müsse das veraltete Bergrecht geändert werden.
Tho