der vergangenen Woche eher schleppend verlief, ordern jetzt immer mehr niedergelassene Ärzte im Kreis Borken den Impfstoff. Impfärzte und -ärztinnen im Kreis Borken können sich seit Dienstag nach eigenen Angaben kaum vor Anrufen besorgter Bürger retten. Grund zur Panik gebe es nicht, so die Gesundheitsexperten, auch wenn die Fallzahlen steigen. Die meisten Ärzte im gesamten Münsterland, die Impfungen durchführen, haben bereits Impfstoff geordert und wollen noch Ende der Woche mit den Impfungen beginnen.
Nebenwirkungen und Todesfolge
Soll Frau, Mann oder Kind sich wirklich den Stoff geben lassen, dessen Effizienz und Langzeitwirkung noch nicht definitiv bekannt sind?
25 Millionen Deutsche sollen gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Bei 250.000 Menschen könnten dann Nebenwirkungen auftreten, die in klinischen Studien gar nicht erfasst werden, befürchten Experten. Vor allem für Schwangere und Kinder ist die Impfung risikoreich. Die Bundesregierung habe "durch ihren Dilettantismus ein fürchterliches Informationschaos angerichtet", sagte der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, der "Frankfurter Rundschau" vom Dienstag. Es erhöhe nicht die Akzeptanz der Impfung gegen die Schweinegrippe, wenn die Regierung für sich andere Impfstoffe bestelle als für die Bürger.
In Düsseldorf ist ein 30-jähriger Mann nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe in einen lebensgefährlichen Schockzustand gefallen. Der Mann war bereits am Samstag nur wenige Minuten nach der Impfung in einer Arztpraxis zusammengebrochen und musste notärztlich versorgt werden. Es ist die bundesweit erste schwerwiegende Reaktion auf den Impfstoff gegen die Schweinegrippe.
Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, lehnt nach Angaben des Bielefelder "Westfalen-Blatts" eine solche Impfung ab, da der in Deutschland zugelassene Impfstoff Pandemrix aufgrund seiner Zusatzstoffe mit erheblichen Risiken behaftet sei.
Der Bremer Pharmakologe Peter Schönhofer sagte dem "Tagesspiegel", in den USA sei bereits in den 70er Jahren ein Impfstoff gegen Schweinegrippe zurückgezogen worden, da es dort bei Impfungen zu einer auffälligen Häufung überschießender Immunreaktionen mit Nervenlähmungen gekommen sei.
In Schweden soll es bereits zu Todesfällen im Zusammenhang mit der Impfung gekommen sein. Bei den untersuchten Todesfällen handelt es sich um zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren die im Zeitraum von 12 Stunden bis vier Tagen nach der Impfung verstorben sind. Ein Beweis, dass die Todesfälle im Zusammenhang einer Impfung stehen, gibt es nicht. Rund 100 Meldungen von Ärzten und anderem Gesundheitspersonal sowie Meldungen von Betroffenen über mögliche Nebenwirkungen wurden seither von der schwedischen Arzneimittelbehörde registriert. Die Situation in Schweden und der Fall aus Düsseldorf wird von den deutschen Behörden aufmerksam beobachtet, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen mitteilt.
Tho