Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr führt nun doch das umstrittene Sozialticket ein. Es soll ab dem 1. November kommen - darauf haben sich Politiker und Verkehrsbetriebe am Nachmittag geeinigt.
Menschen mit geringem Einkommen, wie Hartz IV- und Wohngeldempfänger, zahlen künftig bei einem Monatsticket für Busse und Straßenbahnen nur noch die Hälfte - statt 60 € sind es dann etwa 30.
Bisher ist aber noch nicht sicher, ob alle Städte im Bereich des VRR bei dem Sozialticket mitmachen. In der Pilotphase ist die Teilnahme freiwillig. Einige Städte befürchten, durch die Regelung auf einem Minus sitzenzubleiben.
Das Sozialticket ist ein Flop. Das behauptet das Bündnis der Sozialticket-Initiativen im Raum des VRR. Ein halbes Jahr nach der Einführung werde das Ticket nämlich nur von 5,3 Prozent der Anspruchsberechtigten genutzt.