«Deutsch- Niederländische Grafikbörse» statt. Die Qual der Wahl hatte jetzt die Jury, die über die Teilnahme entscheidet. Im Borkener Rathaus sondierte sie das Angebot und wählte 49 Aussteller aus. 66 Grafiker und Fotografen hatten sich um die Teilnahme beworben. Die Qualität der eingereichten Arbeiten gab schließlich den Ausschlag für die Jurymitglieder Anky Stapel (Stichting Kunst und Cultuur Overijssel in Zwolle), Dr. Josef Spiegel (Stiftung Künstlerdorf Schöppingen), Harald Genge (Aktive Unternehmer im Westmünsterland) und Klaus Queckenstedt (Kunstverein Borken - artline und mehr).
«Wir freuen uns, dass unsere Grafikbörse mittlerweile ein solcher Anziehungspunkt für die Szene ist», erklärt Günther Inhester, Leiter der Fachabteilung Kultur und Heimatpflege im Kreishaus. Gemeinsam mit der Stadt Borken organisiert die Kreisverwaltung die Börse. Der Zuspruch aus den Niederlanden wächst wieder. 14 Künstler aus dem Nachbarland hatten Arbeitsproben ins Kreishaus geschickt, elf von ihnen dürfen die Originale am ersten Märzwochenende mit in den Vennehof bringen. Das passt den Veranstaltern bestens ins Konzept. «Wir möchten den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Niederlanden fördern und gleichzeitig einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der seriellen Grafik geben», so Inhester. Erstmals dabei ist ein Aussteller aus Tschechien, die deutschen Teilnehmer kommen vor allem aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein, aber auch aus Berlin, Hessen, Sachsen und dem Saarland. 16 der Aussteller präsentieren sich erstmals im Vennehof. Auch sie tragen dazu bei, dass die Kreisstadt für ein Wochenende zum Mekka der Grafikszene wird.
Aus dem Kreis Borken beteiligen sich zum wiederholten Male
Marianne Bellenhaus aus Borken (Grafik/ Fotografie), Klaus Dragon aus Raesfeld (Grafik) sowie die beiden Borkener Galerien Kranenburg und
Open Art. Börsen-Neulinge sind dagegen
Michael Goldstraß aus Bocholt (Grafik) und Björn Hesener aus Borken (Fotografie).
An insgesamt 56 Ständen werden die Künstler ihre Werke zeigen und zum Verkauf anbieten. Neben 38 Grafikern sind auch fünf Fotografen, vier Galerien und zwei Kunstverlage vertreten. Das Angebot ergänzen einige Gäste der Veranstalter. So wirken der
Kunstverein Borken und die
Stiftung Künstlerdorf Schöppingen sowie Kunststudenten von den Universitäten Osnabrück und Bielefeld mit. Am Stand der Osnabrücker können die Besucher hautnah miterleben, wie ein Druck entsteht. Die Studenten werden ihre Grafiken direkt an Ort und Stelle aufs Papier bringen.
Anfang März trifft sich alljährlich die deutsch-niederländische Grafikszene für ein Wochenende in der Borkener Stadthalle Vennehof. Künstler und Sammler können dort fachsimpeln, Kenner des Metiers und Neulinge Ausschau nach neuen Trends halten. Dabei reicht das Spektrum von Holz- und Linolschnitten über Kupferstiche und Radierungen bis hin zu Lithografien und Siebdrucken. Rund 2.500 Besucher schlenderten jeweils in den vergangenen Jahren durch die Standreihen im Vennehof. Für die kleinen Besucher ist auch in diesem Jahr wieder eine ganztägige Kinderbetreuung eingerichtet.
Die Schau im Vennehof ist am Freitag, 29. Februar, von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Um 17.30 Uhr findet dann auch die offizielle Eröffnung durch den Borkener Bürgermeister Rolf Lührmann statt. Am Samstag und Sonntag können die Besucher von 11 bis 18 Uhr die Börse besuchen. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.
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