Sie fahndet nach Schafen und Exponaten, die im weitesten Sinne mit Schafhaltung zu tun haben. Diese Suche hat einen einfachen Grund: Vorbereitet wird gerade die Sonderausstellung mit dem Titel «lammfromm oder bockbeinig? - Das Schaf in der Kulturgeschichte», die vom 27. Januar bis zum 30. März 2008 im Museum präsentiert wird.
Wer also über entsprechende Ausstellungsgegenstände verfügt und diese ausleihen möchte, der sollte sich kurzfristig mit Dr. Annette Menke in Verbindung setzen. Zu erreichen ist sie im Hamaland-Museum in Vreden, Butenwall 4, unter der Telefonnummer 02564-3918-0.
Benötigt wird alles rund um das Thema Schaf, beispielsweise kleine und große Schaf-Figuren, Kuschel-Lämmer aus Plüsch oder Frottee, Bilder und Cartoons, Objekte aus Fell oder Wolle. Ernst Gemeintes wird ebenso behandelt wie Witziges oder Abstraktes. Gezeigt werden sollen auch religiöse Darstellungen, Postkarten, Kalender, Tassen und Servietten.
Wie Frau Dr. Menke berichtet, seien Schafe zusammen mit Ziegen die ältesten Wirtschaftstiere des Menschen. Die Schafe wurden anfangs nur zur Fleischproduktion gehalten. Die frühe Schafhaltung in Europa begann vor etwa 8.000 Jahren. Durch züchterische Maßnahmen wurde das Wollvlies verändert, und man erhielt eine Wolle, die zunächst zusammen mit Leinenfasern, später dann als alleinige Textilfaser verarbeitet werden konnte. Nach und nach wurde die Wolle auch besser färbbar.
Doch nicht nur als Woll-, Milch- und Fleischlieferant spielt das Schaf oder besser das Lamm eine große Rolle in der Kulturgeschichte. Es ist gleichzeitig auch Symbol für Wehrlosigkeit, Geduld und Friedfertigkeit. Im Alten Testament war es zudem bevorzugtes Opfertier. Im Neuen Testament steht es für Jesus Christus, der unschuldig hingerichtet wurde. Das Osterlamm mit der Siegesfahne gilt als Zeichen für den auferstandenen Christus, der den Tod überwunden hat.
Geöffnet hat das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. An den Weihnachtsfeiertagen (außer Heiligabend, dann geöffnet von 15 bis 18 Uhr), Silvester und Neujahr ist es allerdings geschlossen.
Tho