Borken. Mit den Informationsveranstaltung von Hannelore Kraft (SPD) und Norbert Röttgen(CDU) geht der Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen auch in Borken in die letzten Runden. Gut eine Woche vor der Landtagswahl sind Kraft und Röttgen zu Gast in Borken.
Den Anfang macht Norbert Röttgen, der CDU-Politiker ist am Samstag, 5. Mai, ab 11:00 Uhr, zu Gast auf dem Borkener Marktplatz. Am Montag 7. Mai, 20:00 Uhr, ist die amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zu Gast in der Stadthalle Vennehof.
Vor der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne den Umfragen zufolge gute Chancen, auch nach dem 13. Mai wieder die Regierung zu stellen. Umfragen zufolge könnten die bisherigen Partner bei der anstehenden Landtagswahl zusammen fast 50 Prozent erringen.
Immer wahrscheinlicher erscheint den Umfragen zufolge auch ein Wiedereinzug der FDP in den Düsseldorfer Landtag. Sowohl im Politbarometer Extra für NRW des ZDF als auch im ARD-Deutschlandtrend liegen die Liberalen bei sechs Prozent.
Nach dem am Freitag veröffentlichten Politbarometer des ZDF kommt die SPD auf 38 Prozent, die Grünen auf elf Prozent. Ähnliche Zahlen ergab am Donnerstagabend auch der ARD-Deutschlandtrend, wonach die SPD auf 38,5 und die Grünen ebenfalls auf elf Prozent kämen. Die SPD könnte ihr Ergebnis von 2010 damit deutlich übertreffen, die Grünen würden gegenüber der letzten Wahl verlieren. Auch die CDU müsste gegenüber 2010 erneut Stimmen abgeben. Das ZDF sieht die Partei bei 31 Prozent, die ARD bei 30 Prozent - und damit deutlich unter dem Wert der letzten Wahl, bei der die CDU ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Landtags erzielte.
Piraten ziehen wohl in Landtag ein
Die FDP würde den Wiedereinzug in den Landtag den Umfragen zufolge mit sechs Prozent schaffen. Das ZDF sieht die Piraten bei acht, die ARD bei 7,5 Prozent. Die Linke hingegen kann sich kaum noch Hoffnungen auf den Landtag machen. Die Umfragen sehen sie bei drei beziehungsweise vier Prozent. Laut Deutschlandtrend möchte allerdings eine Mehrheit der Befragten am liebsten keine der drei Parteien im Landtag sehen. Bei der FDP sind es 52, bei den Piraten 57 Prozent. 73 Prozent sind sogar der Auffassung, dass die Linke nicht mehr im Landtag vertreten sein sollte.
Laut Politbaromter fände ein rot-grünes Bündnis mit 51 Prozent die größte Zustimmung unter den denkbaren Koalitionsvarianten. Eine große Koalition unter Führung der SPD beurteilen 44 Prozent positiv. Schwarz-Grün fänden nur 24 Prozent gut, Schwarz-Gelb lediglich 22 Prozent. Auch Dreierbündnisse stoßen auf große Ablehnung. Laut Deutschlandtrend wären 52 Prozent der Befragten für Rot-Grün, 50 Prozent für eine große Koalition. Danach befragt, wer eine Koalition aus SPD und CDU führen solle, sind 55 Prozent der Befragten für die SPD, 34 für die CDU.
34 Prozent der Befragten noch unentschieden
Bei der Frage nach dem gewünschten Regierungschef liegt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Politbarometer mit 63 deutlich vor ihrem CDU-Herausforderer Norbert Röttgen mit 27 Prozent. Auf einer Skala von -5 bis +5 erhält Kraft mit 2,3 Prozent den mit Abstand besten Imagewert. Röttgen wird mit 0,5 benotet, die Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann mit 0,9 und FDP-Spitzenmann Christian Lindner mit 0,0.
Nicht ganz so deutlich, aber immer noch klar, ist der Unterschied in der Bewertung im Deutschlandtrend. Auch hier liegt Kraft mit 58 Prozent vorne, Röttgen verzeichnet 26 Prozent und verliert damit gegenüber der letzten Umfrage im April sogar noch einmal vier Prozentpunkte.
34 Prozent der Befragten haben sich allerdings laut Deutschlandtrend noch nicht oder nicht sicher entschieden, wen sie am 13. Mai wählen wollen.
Für das ZDF-Politbarometer Extra wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 30. April bis 3. Mai 1.028 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen befragt. Für den ARD-Deutschlandtrend befragte Infratest Dimap vom 1. bis 3. Mai 1.003 nordrhein-westfälische Wahlberechtigte.
DAP