Borken. Der BKA-Trojaner wütet seit einigen Monaten im Internet. Jetzt ist er auch in der Region angekommen. Wie die Polizei in Borken mitteilt, wurden am Wochenende mehrere Anzeigen auf den Polizeiwachen im Kreis Borken wegen Straftaten unter Nutzung des Internets gestellt.
Es handelte sich dabei um sogenannte ransomware-Erpressungen (auch "BKA-Trojaner"). In allen Fällen öffnete sich auf dem Bildschirm der betroffenen Computer eine Bildschirmnachricht, die als Absender das BKA oder die Bundespolizei enthielt. Nach dem Öffnen der Bildschirmnachricht war der Computer nicht mehr bedienbar. Den Nutzern wurde nunmehr vermittelt, sie hätten strafbare Inhalte auf ihren Rechnern. Zur Abwendung der drohenden Strafe wurden die Geschädigten dann aufgefordert, an verschiedenen Verkaufsstellen (Tankstellen/ Drogeriemärkten/ etc.) einen sog. UKash-Voucher oder eine Paysafecard zu erwerben. Dieser Voucher soll dann an eine in der Nachricht vordefinierte Email-Adresse gesandt werden. Geschädigten dieser ransomware-Erpressungen wird dringend geraten eine Strafanzeige zu erstatten. Betroffene Nutzer sollen auf keinen Fall einen UKash-Voucher oder eine Paysafecard erwerben oder auf andere Forderungen eingehen. Hinweise zur Entsperrung des betroffenen Computers können unter der folgenden Webseite des Bundesverbraucherschutzministeriums erhalten werden: www.botfrei.de
www.bka-trojaner.de
Tipp:
Der Schutz gegen die Schädlinge aus dem Netz ist einfach: Wer auf seinem heimischen Computer ein Antiviren-Programm und eine Firewall installiert, der ist vor den allermeisten Bedrohungen sicher. Bei der Untersuchung der Stiftung Warentest konnten die besten der getesteten 14 Internetsicherheits-Pakete und der vier kostenlosen Virenscanner bis zu 96 Prozent der Schädlinge aufspüren und löschen.
PD