Borken. Was tun, wenn das Auto streikt? Wenn nach einer kalten Nacht der Wagen nicht aufgeht oder die Batterie anspringt, muss nicht sofort der Pannendienst ran. ADAC und Co. haben viel zu tun, oft kann man sich auch selbst helfen.
Tesafilm oder eine andere Klebefolie auf dem Türschloss lässt Feuchtigkeit gar nicht erst rein, ein Tipp vom Profi - auch für die kommenden Tage. Ansonsten hilft nur Eisspray. Wer keine Plastikfolie auf die Frontscheibe gelegt hat, muss kratzen. Halb zerbrochene Billig-Eiskratzer können aber für Schlieren sorgen, besser mal einen neuen kaufen. Eine Wärmflasche auf dem Armaturenbrett macht die Scheibe schneller von innen frei. Wenn der Wagen nicht anspringt, vielleicht erstmal vom Nachbarn Starthilfe geben lassen.
Achten Sie darauf, dass das Wischwasser nicht nur mit Wasser aufgefüllt wird, sonst droht der Behälter zu zerplatzen. Sowohl hier, als auch im Kühlerkreislauf sollte genug Frostschutzmittel vorhanden sein.
Häufigste Pannenursache ist im Winter aber die Batterie. So gehen Batterien, die älter als vier Jahre sind schon bei höheren Temperaturen als minus 20 Grad leicht in die Knie. Wird ein Auto nur für Kurzstreckenfahrten unter 15 km am Stück benutzt, sollte man alle zwei Tage auch eine längere Strecke fahren, bis die Motortemperatur angestiegen ist.
Warme Decken, Handschuhe und dicke Jacken im Kofferraum, auch für die Kinder, haben schon so manchem Autofahrer gute Dienste geleistet, wenn er plötzlich stundenlang auf einer gesperrten Autobahn in der Kälte ausharren musste
Erst die Selbsthilfe testen - denn die Pannendienste haben viel zu tun: 9.000 Anrufe in nur 15 Minuten. Mit 27.512 Einsätzen über fünfmal soviele wie an einem «normalen» Tag. Die ADAC-Pannenhilfe fährt gerade Sonderschichten ohne Ende. Gute Fahrt.
Tho