Borken, Ulm. Die drohende Pleite der Drogerie-Kette Schlecker betrifft auch die vier Fillialen in Borken. Die Mitarbeiter in den Schleckerfilialen sind verunsichert. Schon in den letzten zwei Jahren sind Drogeriemärkte dicht gemacht worden. Nun drohen auch in Borken Schließungen.
Nachdem Schlecker beim Amtsgericht Ulm den Antrag auf Insolvenz eingereicht hat, wurde am Montag der Insolvenzverwalter der zahlungsunfähigen Drogerie-Kette aktiv. Zunächst durchforstete er die Bücher des Unternehmens nach Möglichkeiten, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Er ist zuversichtlich, mit der Inhaber-Familie, dem Management und den Lieferanten eine Einigung herbeifzuführen.
Schlecker strebt offenbar eine so genannte Plan-Insolvenz an, über die sich das Unternehmen wieder sanieren könnte. Das würde bedeuten, dass ein Insolvenzverwalter nur beratend zur Seite steht, die Entscheidungen würde die Schleckerfamilie nach wie vor selbst treffen. Für die Arbeitnehmer in Borken bedeutet die Insolvenz, dass ihre Gehälter für bis zu drei Monate von der Arbeitsagentur übernommen werden. Der Kündigungsschutz ist auf drei Monate begrenzt. Diese Schlecker-Filialen sollen vorerst weiterbetrieben werden. Ausgenommen sind Filialen, die Schlecker ohnehin aufgeben will.
Bei der Drogerie-Kette, die wegen harter Personalführung in der Kritik stand und schon mehr als 1000 Filialen geschlossen hat, bangen jetzt zehntausende Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz. Auch im ganzen Münsterland, wo Schlecker etwa 110 Filiialen betreibt.
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