Zwei junge Künstler, Absolventen der Universität Mozarteum in Salzburg, gewährten am Sonntag Einblicke in ihre Arbeitswelt. Von Materialfragen bis zur künstlerischen Umsetzung von Ideen durfte bei der Vernissage in der OpenArt-Galerie alles diskutiert werden.
Elisabeth Schmirl greift oft auf Prominente Gesichter in bekannten Handlungen zurück und zeigt oft die gespielte Nonchalance von Besuchern in Museen, wobei offensichtlich wird, wie sehr sie hier die falschen Personen am Ort sind. In Stefan Heizingers Arbeit geht es um das Sichtbarmachen von Emotionen. Er stellt Bilder malerisch nach und versucht deren Auslösereize zu zeigen. Bezugspunkte für seine Bilder sind Fotografien.
Den zentralen konzeptuellen Ausgangspunkt sowohl für Schmirls wie für Heizingers malerische und installative Arbeiten bildet der globale Bilderpool des World Wide Webs. Durch Übertragung dieser Sujets in das Medium der Malerei erkunden die beiden Künstler die kommunikativen und emotionalen Mechanismen dieser Bilder, die mehr oder weniger offensichtlichen Selbstentwürfe und Sehnsüchte, die Wünsche und Träume, aber auch die teils brutalen Machtphantasien und Verletzungen, die man hinter diesen visuellen Oberflächen vermuten darf
Die aufgefundenen Bildmotive berichten von Selbstinszenierungen, von Kontaktsuche und Katastrophen, von Geschlechterpolitiken, von Pornografie, von Freizeitvergnügen und der Disziplinierung im Sport, von Museumsbesuchern und Momenten aus dem Leben. Durch Übertragung dieser Sujets in das Medium der Malerei erkunden die beiden Künstler die kommunikativen und emotionalen Mechanismen dieser Bilder, die mehr oder weniger offensichtlichen Selbstentwürfe und Sehnsüchte, die Wünsche und Träume, aber auch die teils brutalen Machtphantasien und Verletzungen, die man hinter diesen visuellen Oberflächen vermuten darf. So changieren Schmirls meist weibliche Porträts zwischen kontrollierter Selbstinszenierung mit Appellcharakter und unbeabsichtigter Selbstentblößung. Heizinger wiederum bezieht sich auf brisante Motive, aber auch Stereotypen oder Ikonen des kollektiven Gedächtnisses, die häufig Formen von Gewalt bergen.
Elisabeth Schmirl 1980 in Salzburg geboren Studium an der Kunstuniversität Mozarteum, Klasse für Malerei, Grafik und neue Medien, Studium an der Universität Salzburg, Philosophie und Russisch, Gründungsmitglied der Kunstinitiative periscope, eine - Initiative für junge Kunst und ZeitgenossInnen. Stefan Heizinger 1975 in Linz geboren studierte von 1994 bis 2001 in der Klasse für Malerei bei Dieter Kleinpeter an der Universität Mozarteum in Salzburg.
"Leben Liebe Leuchtturm"
Dauer der Ausstellung: 11. Juli bis 15. August 2010
Mo – Fr 15.00 – 18.30 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr
OpenArt-Galerie
Neutor 15
46325 Borken
Tel. 02861 / 91664
Mehr Infos:
www.openartgalerie.de Ans