beleuchtet die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes Münster das Verhältnis der Deutschen zum Wald, vom Grimm‘schen Märchenwald über die nationalsozialistische Sichtweise auf die geordnete «Waldgesellschaft" bis zum Thema «Waldsterben", das in den 80er Jahren aufkam. Jetzt haben kleine und große Museumsbesucher die Möglichkeit, die Schau, die noch bis zum 14. März in Vreden zu sehen ist, im Rahmen spezieller Führungen zu erkunden. Der LWL hat diese Begleitprogramme entwickelt.
Unter dem Titel «Hexen, Feen, Zauberer ..." sind Kinder bis zu zehn Jahren eingeladen, eine Klangreise durch den Märchenwald zu unternehmen. Gemeinsam können sie der Atmosphäre einiger Darstellungen nachspüren. In einigen wirkt der Wald dunkel und bedrohlich, in anderen Schutz und Trost spendend. Um diese Gefühle lautmalerisch wiederzugeben, stehen einfache Instrumente zur Verfügung. Zusätzlich können die Kinder gemeinsam eigene Klangkörper basteln.
Einem Zeitstrahl von 2000 Jahren folgt das Angebot für Jugendliche «Ich glaub ich steh im Wald". Beginnend bei der Varusschlacht können sich Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung des Waldes für die Menschen auseinandersetzen. Dafür kommen zeitgemäße Medien wie Malerei, Fotografie und Film zum Einsatz. Sowohl geschichtliche Hintergründe als auch zeitgenössische Deutungen des Waldes durch die Menschen finden dabei ihren Ausdruck.
«Der Wald in unseren Köpfen – Mythos und Wirklichkeit des deutschen Waldes" ist der Titel eines Angebotes für Erwachsene. Schließlich bewegt der Wald die Menschen als Sehnsuchtsort, als Projektionsfläche für Ängste, Wünsche und Hoffnungen – und das schon seit vielen Jahrhunderten. Wie sich die Deutschen in unterschiedlichen Epochen ein Bild von ihrem Wald machten, zeigt ein Rundgang durch die Ausstellung. Die kulturelle Bedeutung des Waldes findet auch in einer Vielzahl von Sprichworten und Redewendungen ihren Niederschlag, die während der Führung immer wieder eingeflochten werden.
Gruppen, die Interesse an einer Führung haben, können sich anmelden unter Tel.: 02564/39180 oder per Mail: hamaland-museum@kreis-borken.de. Das Hamaland-Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Schüler und Studenten zahlen einen Euro, Familien vier Euro. Für Schulklassen ist der Eintritt frei, sie müssen lediglich zehn € für die Führung zahlen. Erwachsenengruppen ab zehn Personen zahlen neben einem Eintritt von 1,50 € pro Person 20 € für die Führung.
PD