Grafikbörse, die vom 5. bis 7. März in Borken stattfindet. Bereits zum 23. Mal verwandelt sich die Stadthalle Vennehof in ein Paradies für Grafikfreunde. Künstler und Sammler können dort fachsimpeln, Kenner des Metiers und Neulinge Ausschau nach neuen Trends halten. Rund 2.500 Besucher schlenderten jeweils in den vergangenen Jahren durch die Standreihen im Vennehof.
Die Qual der Wahl hatte jetzt die Jury, die über die Teilnahme entscheidet. 62 Künstler, Galerien, Antiquariate und Verlage hatten sich beim Kreis Borken und der Stadt Borken um die Teilnahme beworben. 36 von ihnen wählte die Jury im Borkener Rathaus aus. Die Kunstkenner aus dem deutsch-niederländischen Grenzraum nahmen die Bewerbungen kritisch unter die Lupe. Leen van Welden (ehemals Direktor Kunstuitleen Gelderland in Arnhem), Henk Larrakkers (Stichting Kunst & Cultuur Overijssel in Zwolle), Harald Genge (Aktive Unternehmer im Westmünsterland), Prof. Thomas Rohrmann (Universität Osnabrück, Fach Kunst) und Klaus Queckenstedt (Kunstverein Borken) kamen dabei meist zu einem einstimmigen Ergebnis.
"Die Grafikbörse hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Den kann sie nur halten, wenn die Jury auch weiterhin strenge Maßstäbe angelegt", erklärt Günther Inhester vom Kreis Borken. Er ist überzeugt, dass die Börse weiter Anziehungspunkt für die Szene bleibt und auch Laien für die verschiedenen Formen grafischer Kunst begeistern kann.
Neben deutschen Ausstellern werden auch Anbieter aus den Niederlanden im Vennehof vertreten sein. "Gerade der künstlerische Austausch über die Grenzen hinweg ist jedes Jahr wieder aufs Neue spannend", so Inhester. Die Veranstalter wünschen sicn allerdings eine noch größere Beteiligung von Künstlern aus dem Nachbarland. Die deutschen Teilnehmer kommen vor allem aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein, aber auch aus Aachen, Düsseldorf, Frankfurt und Berlin. Aus dem Kreis Borken beteiligen sich Marianne Bellenhaus aus Borken (Grafik/ Fotografie), die Grafiker Klaus Dragon aus Raesfeld und Michael Goldstraß aus Bocholt sowie die Galerien Open Art aus Borken und Mosters aus Bocholt.
An insgesamt 58 Ständen werden die Künstler ihre Werke zeigen und zum Verkauf anbieten. Neben 24 Grafikern sind auch drei Fotografen, sieben Galerien, ein Antiquariat und ein Kunstverlag vertreten. Das Angebot ergänzen einige Gäste der Veranstalter. So wirken der Kunstverein Borken "artline und mehr", der Gastkünstler aus Leipzig präsentiert, Stipendiaten des Künstlerdorfes Schöppingen sowie Kunststudenten von der Universität Osnabrück und der Fachhochschule Bielefeld mit. Am Stand der Osnabrücker können die Besucher hautnah miterleben, wie ein Druck entsteht. Die Studenten werden ihre Grafiken direkt an Ort und Stelle aufs Papier bringen.
Die Schau im Vennehof ist am Freitag, 5. März, von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Um 17.30 Uhr findet dann auch die offizielle Eröffnung durch den Borkener Bürgermeister Rolf Lührmann statt. Am Samstag und Sonntag können die Besucher von 11 bis 18 Uhr die Börse besuchen. Für die kleinen Besucher ist auch in diesem Jahr wieder eine ganztägige Kinderbetreuung eingerichtet. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.
Ver