vergangenen Wochen in die Landschaftsparks und Gärten in der Region gelockt. Am letzten Sonntag ist die zweite Auflage des Projekts im Erve Kraesgenberg im niederländischen Losser zu Ende gegangen. Die Veranstalter sind mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden und haben die Fortsetzung bereits im Blick. Die vier Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster wollen auch im nächsten Jahr zu Konzerten an einigen der schönsten Orte der Region einladen.
Ziel von «Trompetenbaum und Geigenfeige" ist es, die mit den Ferien oft einhergehende «kulturelle Sommerpause" zu füllen. «Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Menschen aus unserer Region, aber auch von außerhalb, gerne zu einem Ausflug einladen lassen", zieht Antonius Böing aus der Kulturabteilung des Kreises Borken eine positive Bilanz. Viele Garten- und Musikfreunde fanden den Weg zu den Veranstaltungsorten zwischen Gronau und Beckum und genossen die Musik von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. Leider spielte das Wetter nicht immer mit. In Anholt und Haaksbergen suchten sich die Musiker ein trockenes Plätzchen und die Führungen durch die Parks mussten ausfallen. Diese sollen aber schon im nächsten Jahr nachgeholt werden, denn beide Orte haben sich bereits für die Teilnahme an der dritten Auflage von «Trompetenbaum und Geigenfeige" angemeldet.
Musik und Rahmenprogramm kamen beim Publikum bestens an. Dabei reisten auch viele Menschen aus den benachbarten Regionen an. Bei den Konzerten im Münsterland konnten die Organisatoren viele Besucherinnen und Besucher aus den Niederlanden begrüßen und für die Veranstaltungen in Haaksbergen und Losser wagten auch viele Münsterländer den Sprung über die Grenze. «Auch vom Niederrhein waren in diesem Jahr viele Gäste dabei", berichtet Antonius Böing.
Publikumsmagnet war die Eröffnung des neu gestalteten Gemeindeparks in Gronau-Epe, zu der rund 15.000 Besucher strömten. Und viele von ihnen ließen sich auch gerne vom abwechslungsreichen Musikprogramm mitreißen.
Neben vielfältigen musikalischen Leckerbissen bot «Trompetenbaum und Geigenfeige" auch den Augen einiges. Führungen durch die Gärten und Parks, die als Bühne dienten, ergänzten das Programm. Besonders beliebt waren dabei grüne Schmuckstücke, die sonst nicht frei zugänglich sind. So genossen am Haus Stapel in Havixbeck mehr als 100 Besucher den Rundgang mit Hermann Grömping vom Kreis Coesfeld durch die historischen Außenanlagen.
Das Land NRW unterstützte die Reihe im Rahmen der Regionalen Kulturförderung Münsterland. Neben Veranstaltungsorten in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und der Stadt Münster wählten die Organisatoren auch zwei reizvolle Ziele in den Niederlanden aus, den Waterpark Het Lankheet in Haaksbergen und das Erve Kraesgenberg in Losser. Kooperationspartner waren die Eigentümer der Gärten und Parks, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, örtliche Kulturinitiativen sowie der Verein «Das Münsterland – Die Gärten und Parks". «Die Zusammenarbeit mit den Mitveranstaltern vor Ort war stets hervorragend", betont Antonius Böing. Auch deshalb ist er optimistisch, dass «Trompetenbaum und Geigenfeige" im kommenden Jahr mit Unterstützung des Landes und diverser Sponsoren weiter wachsen wird.
PD